Friedenswoche endet mit Konzert Rheder und Westerwolder diskutieren über Flüchtlingssituation

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Rhede. Mit einem Konzert in der Rheder Nikolauskirche ist die internationale Friedenswoche der Partnergemeinden Rhede und Westerwolde zu Ende gegangen. Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Woche stellte die gemeinsame Diskussion über die aktuelle Flüchtlingssituation dar.

Über die Flüchtlingssituation in Deutschland und den Niederlanden tauschten sich im Gemeindezentum „De Meet“ in Bellingwedde Vertreter aus Rhede und Westerwolde aus. Nach Mitteilung der Gemeinde Rhede berichteten dabei unter anderem 15 Schüler der Rheder Ludgerusschule, dass sie junge Flüchtlinge ganz selbstverständlich in ihre Klassengemeinschaft aufnehmen, ihnen beim Erlernen der deutschen Sprache helfen, sich beim Fußball treffen und sie auch zu Hause besuchen würden.

Fremdes und Unbekanntes verunsichert Menschen

Ältere an der Diskussion teilnehmende Menschen erzählten, wie sie im Zweiten Weltkrieg in den Nachkriegsjahren Flüchtlinge aufgenommen haben. Auch Menschen, die aktuell in der Flüchtlingsbetreuung tätig sind, berichteten von ihren Erfahrungen. Priester Andreas Bröcher aus Papenburg sprach von seiner Erfahrung, dass Fremdes und Unbekanntes viele Menschen verunsichern würde. Wann immer sich Menschen näher kennenlernen, könnten sie jedoch andere Kulturen und Traditionen besser akzeptieren. Wenn man mit Wissbegier und Interesse auf fremde Menschen zugehe, werden Bröcher zufolge Vorurteile abgebaut. Für ihn als Christ sei jeder Flüchtling willkommen.

Positive Erfahrungen in Rhede

Rhedes Bürgermeister Gerd Conens sprach über Erfahrungen, die in der Einheitsgemeinde mit Flüchtlingen gemacht wurden. Überwiegend seien diese positiv gewesen, da die geringe Anzahl von aufzunehmenden Menschen , die verstreut über das gesamte Gemeindegebiet untergebracht wurden, laut Conens wenig Probleme machten. Auch Vertreter der politischen Parteien, die sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland über die Flüchtlingssituation debattieren, kamen bei der Veranstaltung zu Wort.

130 Zuhörer in der Nikolauskirche

Ein gemeinsames Konzert in der Rheder Nikolauskirche beendete die Friedenswoche. Organisiert wurde dies vom Komitee für Frieden und Freiheit. Unter dem Titel „Musik kennt keine Grenzen“ sollte das Konzert deutlich machen, dass Musik verbindet und neue Wege zeigt. Fünf Chöre aus den beiden Gemeinden bereiteten mit ihrem Gesang den rund 130 Zuhörern einen unterhaltsamen Nachmittag. Auf der Bühne standen die Gitarrengruppe der KFD Rhede, „De Festijnse Maegden“ aus Bourtange, Musica Viva aus Rhede, Joy aus Vriescheloo sowie der Singkreis aus Brual. Zum Abschluss sangen die Chöre zusammen mit dem Publikum das niederländische Liebeslied „Ik hou van jou“.

Im Anschluss gab es noch ein Dankeswort an alle, die dazu beigetragen haben, die beiden Veranstaltungen durchzuführen. Conens bedankte sich bei den Mitgliedern des Organisationskomitees und der Ems-Dollart-Region (EDR), die gemeinsam mit den beiden Gemeinden die Kosten der Veranstaltung übernommen hat.


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