Neubau bis 2023 Emsbrücke in Rhede ab Mitte Oktober gesperrt

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Rhede. Die Emsbrücke in Rhede ist vom 15. bis 26. Oktober 2018 gesperrt, zeitweise komplett. Vor gut einem Jahr – Anfang September 2017 – ist das Bauwerk durch den Unfall eines Teleskopladers beschädigt worden. Nun wird der Schaden repariert. Der Neubau der Brücke und der angrenzenden Flutbrücke sind für 2023 geplant.

Für die Phase der Arbeiten wird die Brücke überwiegend halbseitig gesperrt und eine Ampelführung eingerichtet, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt mit. Zusätzlich ist eine Vollsperrung für den Zeitraum vom 17. bis 19. Oktober vorgesehen. Die Umleitungsstrecken werden ausgewiesen, heißt es weiter. Auch der Schiffsverkehr ist in dieser Zeit eingeschränkt, heißt es in einer Mitteilung der Wasserschifffahrtsbehörden. Beschädigt worden war die Brücke am 1. September 2017, als der 23-jährige Fahrer des Teleskopladers wegen des Bruchs der Hinterachse die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte. Die Maschine war quer über die Gegenfahrbahn in die Metallkonstruktion der Brücke geprallt. Der Mann wurde bei dem Unfall nicht verletzt. Die Brücke allerdings ist seitdem beschädigt. Für Lastwagen gilt seitdem ein Abstandsgebot vor 70 Metern, damit nicht das Gewicht zweier Lkw gleichzeitig die Konstruktion belastet. Schilder weisen seit mehr als zwölf Monaten auf Schäden an der Brücke hin. Beschädigt worden war sie an zwei Stellen: am sogenannten zweiten und vierten Tragfeld, also Pfeiler. Einer davon wurde erheblich verformt und war um etwa zehn Zentimeter abgesackt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt sagte seinerzeit über das Bauwerk, das in den 1950er Jahren errichtet wurde und eine Konstruktion aus den 1930er Jahren hat, dass es eine überdimensionierte Tragfähigkeit habe, denn es musste militärischen Fahrzeugen standhalten. Deshalb wurde sie nach dem Unfall nicht gesperrt, wird nun aber doch repariert, langfristig aber abgerissen.

Neubau von Ems- und Flutbrücke für 23 Millionen Euro

Denn der Emsbrücke sowie der angrenzenden Flutbrücke steht eine komplette Erneuerung bevor. Das Ende des Rückbaus sowie die Fertigstellung des Neubaus sind nach jetzigem Stand für das Jahr 2023 vorgesehen, wie Klaus Haberland, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, auf Anfrage mitteilte. Vor etwa einem Jahr hatte die Behörde eine Fertigstellung für 2020 angekündigt. Wenn erste Arbeiten 2019 beginnen, „dann sind wir schnell“, sagte Haberland nun und hält den Beginn für das Jahresende realistisch. Die eigentliche Bauzeit ist für die Jahre 2020 bis 2022 angedacht. Für das Projekt bestehe inzwischen Baureife. „Wir haben einen unanfechtbaren Beschluss.“ Die Entwürfe würden jetzt beauftragt und das Vorhaben europaweit ausgeschrieben. Die Kosten für beide Brücken belaufen sich nach Haberlands Angaben auf 23 Millionen Euro. 7 bis 8 Millionen werden für die Emsbrücke fällig. Das Wasserschifffahrtsamt und das Land teilen sich die Kosten hälftig. Den Betrag von 17 bis 18 Millionen für den Neubau der Flutbrücke übernehme das Land.


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