700 Gläubige feiern mit Pfarrer Hermann Prinz in Aschendorf-Rhede eingeführt

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Rhede. Ein herzliches Willkommen haben die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Aschendorf-Rhede ihrem neuen Pfarrer Hermann Prinz (49) bereitet.

700 Gläubige feierten am Sonntag den Einführungsgottesdienst in der Rheder St.-Nikolaus-Kirche. Der Pfarrverbund mit sechs Kirchen, drei Kapellen und 9000 Katholiken war vor zweieinhalb Jahren aus der Taufe gehoben worden.

„Wi hebt nen Pfarrer“, rief Wilfried Zumsande, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von Aschendorf, Lehe und Neulehe der Festgemeinde in plattdeutscher Sprache zu. Die antwortete auf die Worte mit kräftigem Beifall. Dieser unterstrich auch den Wunsch der Gläubigen, nach den häufigen Wechseln im pastoralen Team der Pfarreiengemeinschaft in den vergangenen Jahren endlich wieder festere Strukturen über einen längeren Zeitraum zu haben. Er habe in der Tat vor, „länger zu bleiben“, versicherte Pfarrer Prinz und erntete dafür zustimmenden Applaus aus dem Kirchenrund.

Gleichgewicht halten

Die Aufgabe, die den neuen Pfarrer erwartet, zeigte Wilfried Zumsande symbolisch anhand einer Waage mit neun Glocken auf. Es gehe um Gleichgewicht und Ausgewogenheit innerhalb der Pfarreingemeinschaft mit ihren sechs Kirchen und drei Kapellen. Und dabei sei „das Zutun aller sehr wichtig“, sagte Zumsande. Denn die Waage könne nur unter Beteiligung mehrere Hände aufgebaut und auch später im Gleichgewicht gehalten werden. Und so versicherte Zumsande denn auch: „Unser neuer Pfarrer steht bei seiner Aufgabe, an einer tragbaren Verbindung innerhalb der Pfarreiengemeinschaft weiterzubauen, nicht alleine da.“

In gleicher Richtung äußerten sich Petra Behnes, stellvertretende Ortsbürgermeisterin von Aschendorf, und Pastor Ralf Maennl von der Christuskirche. In der ökumenischen Zusammenarbeit würden die „guten und stabilen Beziehungen zwischen evangelisch-lutherischen und katholischen Christen“ weiterhin gepflegt, sagte Maennl. Und für die Politik versicherte Behnes auch im Namen ihrer Bürgermeisterkollegen, dass die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ zwischen Kirchengemeinden und politischen Gemeinden bestehen bleibe.

Dank und Anerkennung

Dank und Anerkennung sprach Behnes in Übereinstimmung mit anderen Rednern Dechant Franz Bernhard Lanvermeyer von der Papenburger St.-Antonius-Kirche dafür aus, die Pfarreiengemeinschaft über die mehrmonatige Vakanz als Pfarradministrator begleitet zu haben. Er habe die Pfarreiengemeinschaft als „bunte Vielfalt“ erlebt, sagte Lanvermeyer in der Predigt. Es müsse „nicht alles auf dem gleichen Stand sein, aber überall der gleich Geist Gottes erkennbar sein“. Pfarrer Prinz wünschte er für seine neue Aufgabe, „dass die Menschen in dem Seelsorgebezirk mit Liebe auf ihn zugehen und ihn ihre Herzen aufnehmen“.

Prinz stammt gebürtig aus Sögel. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Altenpfleger und war bis 2007 Pflegedienstleiter im „Haus Simeon“ in Lathen. Dann folgte er dem Ruf zur Ausbildung als Priester. Nach seinen Studien empfing Prinz im März 2013 die Segnung als Diakon und im Juni 2014 wurde er im Osnabrücker Dom zum Priester geweiht. Pfarrer Prinz bezieht sein Domizil im Pfarrhaus in Aschendorf. In Rhede präsent ist weiterhin Pastor Jacob Pothaparambil.

Ausklang in der Schule

Die Pfarreiengemeinschaft Aschendorf-Rhede bilden St. Nikolaus in Rhede mit der Kapellengemeinde St. Anna in Borsum, St. Joseph in Neurhede, St. Bernhard in Brual mit der Kapelle St. Hedwig in Brual-Siedlung, St. Amandus in Aschendorf mit der Kapellengemeinde Herz Mariä in Tunxdorf/Nenndorf, Herz Jesu in Lehe sowie Maria vom Herzen Jesu in Neulehe. Die Einführungsfeierlichkeiten von Pfarrer Prinz klangen nach dem Gottesdienst mit einer Begegnung in der Rheder Ludgerus-Schule aus.


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