CDU wieder mit Kandidaten Jens Willerding will Bürgermeister in Rhede werden

Von Katharina Preuth

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Rhede. Jens Willerding will Bürgermeister in Rhede werden. In der Mitgliederversammlung der CDU Rhede erklärte der Fraktionsvorsitzende, dass er für das Amt kandidieren will. Damit würde die Partei, nach dem sie bei der Wahl 2011 verzichtet hat, wieder einen eigenen Bewerber ins Rennen schicken.

Schon länger brodelte die Gerüchteküche um den CDU-Fraktionsvorsitzenden im Rat Rhede. Wird er, oder wird er nicht seinen Hut in den Ring werfen für den Chefsessel, auf dem seit 2006 Gerd Conens (parteilos) sitzt? Auf der Hauptversammlung der Christdemokraten bestätigte Willerding die Spekulationen. „Nächstes Jahr sollten wir mit einem eigenen Kandidaten antreten“, sagte er zu seinen Parteilkollegen. Zwar laufe nach seinen Worten vieles in der Gemeinde gut, aber das sei kein Grund, sich auszuruhen. Außerdem gebe es auch in Rhede Baustellen, die es zu bearbeiten gelte. Welche das genau seien, dazu wollte er sich an diesem Abend nicht äußern.

Stadtleben kennengelernt

Warum das Thema rund um einen CDU-Bürgermeister mit ihm verknüpft sei, dafür sehe er zwei Gründe. Zum einen würde er sich aufgrund seines Lebenslaufes für den Posten eignen. 1995 habe er eine Ausbildung in Meppen in der Verwaltung des Landkreises begonnen und dann fünf Jahre dort gearbeitet. Irgendwann hätte es ihn aber nach eigenen Angaben in die Welt hinaus gezogen. Der Rheder studierte internationales Management in Irland und Deutschland und lebte zeitweise in Wien. „Ich habe auch das Stadtleben kennengerlernt“, so der Politiker. Dennoch sei er immer wieder nach Rhede zurückgekehrt. „Hier ist meine Heimat“, äußerte sich Willerding. Darüber hinaus engagiere er sich ehrenamtlich, als Leiter im Zeltlager oder Tischtennistrainer. „Das Gesamtpaket hat die Leute dazu bewegt, mich mit der Kandidatur in Verbindung zu bringen“, so Willerding. Und auch er habe sich gemeinsam mit seiner Familie entschieden, sich der Wahl zu stellen. Im Oktober stimmen die Parteimitglieder darüber ab, ob sie seiner Entscheidung folgen. Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte Rhedes aktueller Bürgermeister Conens, dass er sich zur Wiederwahl stellt.

Neuwahl des Vorstandes

Während der Hauptversammlung waren die Mitglieder dazu aufgerufen, über den Vorstand abzustimmen. In geheimer Wahl bestätigten sie Hermann-Josef Kruse als Vorsitzenden. Wilhelm Santen und Christine Többen werden die Funktion seiner Stellvertreter übernehmen. Heinz Heyers ist neuer Schriftführer und Stefan Kröger wurde in Abwesenheit zum Mitgliederbeauftragten ernannt. Seine Aufgabe wird darin bestehen, neue Mitglieder zu werben, erklärte Wahlleiter Willi Grote. Die neugewählten Beisitzer sind: Gerd Husmann, Gerd Pennemann, Adele Telgen, Josef Wittrock jun., Andreas Büning, Jens Willerding und Heribert Zülow. Für den CDU-Kreisausschuss wählten die Mitglieder Hermann-Josef Kruse und Wilhelm Santen als Delegierte und Gerd Husmann und Heinz Heyers als Ersatzdelegierte.

Herausforderungen des Emslandes

Als Gast verfolgte CDU-Landratskandidat Marc André Burgdorf die Versammlung. In seinem Vortrag zu dem Thema „Landkreis Emsland – heute und morgen“ betonte er den Wandel vom „Armenhaus der Republik“ zum wirtschaftlichen Aufsteiger. Doch ging er ebenso auf die Herausforderungen ein, die noch vor dem Landkreis liegen, darunter der Ausbau der digitalen Infrastruktur, der Arbeitskräftemangel oder die medizinische Versorgung auf dem Land.


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