Ehrenamtliche setzen sich ein Rheder wollen mehr Angebote für Geflüchtete schaffen

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In Rhede sollen weitere Angebote für Geflüchtete in der früheren „Domschänke“ gemacht werden. Was bereits läuft und noch kommen kann, stellten Gerd Conens (von links), Irina Margraf, Nesrin Cicek, Anni Schlömer, Elisabeth Lammers, Wiebke Walburg und Joachim Hübner vorstellten. Foto: Maike PlaggenborgIn Rhede sollen weitere Angebote für Geflüchtete in der früheren „Domschänke“ gemacht werden. Was bereits läuft und noch kommen kann, stellten Gerd Conens (von links), Irina Margraf, Nesrin Cicek, Anni Schlömer, Elisabeth Lammers, Wiebke Walburg und Joachim Hübner vorstellten. Foto: Maike Plaggenborg

Rhede. Ehrenamtliche, die sich in Rhede für Flüchtlinge engagieren, wollen neben Sprachkurs und Nähcafé weitere Angebote in einer früheren Gaststätte in der Ortsmitte anbieten. Das Haus stand in den vergangenen zehn Jahren leer und kann nun vorerst genutzt werden.

„Die Räume sind gestrichen worden von Leuten, die gar nicht mehr da sind“, sagt Joachim Hübner. Er ist einer der Ehrenamtlichen, die die Flüchtlingsbetreuung in der Gemeinde weiter ausbauen wollen. Dafür haben private Eigentümer ein Haus in der Nachbarschaft zur Kirche auf einem Eckgrundstück zur Verfügung gestellt – voraussichtlich erst einmal für ein Jahr, meint Hübner, der Koordinator der Ehrenamtlichen in Rhede ist. Das Angebot kam bereits vor anderthalb Jahren. Rückblick: Hübner hatte Fördergeld über das Programm „500 Landinitiativen“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft beantragt, „damit die Flüchtlinge nicht in Ballungszentren abwandern“. In der Nachbarschaft des Hauses lebte eine Gruppe alleinstehender Männer. Mit vereinten Kräften hatten die Ehrenamtlichen das Haus entrümpelt. Dann musste Hübner aus privaten Gründen für ein paar Wochen weg. Als er wiederkam, waren die Männer weg, berichtet er.

Haus „wieder mit Leben erfüllen“

Nun soll das Haus samt Angeboten „wieder mit Leben erfüllt werden“, sagt Bürgermeister Gerd Conens (parteilos), der weiteres über die Historie des Gebäudes berichtete. Bis in die 1960er Jahre sei darin die Gaststätte und Hotel Kösters gewesen. Darauf folgte ein Bekleidungsgeschäft in den 1970er Jahren, mehrere Gaststätten, eine Pizzeria und ein Eiscafé. Seit etwa zehn Jahren stehe es leer.

Seit März findet ein laufender Sprachkurs für Frauen und Mütter statt, wie Nesrin Cicek, Sprachkurs-Koordinatorin der Volkshochschule Papenburg, vorstellte. Der Kurs ist insbesondere für Mütter, weil während des Unterrichts die Kinderbetreuung gewährleistet werde. Weil diese maximal zehn Stunden in der Woche umfassen dürfe und andernfalls andere Einrichtungen zuständig wären, findet der Kurs zwei Mal pro Woche mit jeweils vier Stunden statt. Der bis Oktober andauernde Kurs umfasst, so Cicek, zu einem Dreiviertelanteil das Sprachlernen, zu einem Viertel aber auch die sogenannte Berufs- und Sozialraumorientierung, heißt: Die Kursteilnehmer bekommen die Möglichkeit, sich Betriebe anzuschauen, aber auch Beratungsstellen, Treffpunkte oder auch Freizeitparks kennenzulernen. Derzeit nehmen acht Menschen das Kursangebot wahr. Die maximale Zahl ist auf 15 begrenzt. „Ein laufender Einstieg ist möglich“, sagt Cicek.

Nähcafé einmal monatlich

Weiteres Angebot in der früheren „Domschänke“, wie sie unter anderem hieß, ist ein Nähcafé, das derzeit seit knapp drei Jahren noch im Pfarrhaus stattfindet, in Kürze aber in das Haus an der Kirche verlegt werden soll. Wie die Ehrenamtliche Anni Schlömer sagt, ist das kein „professionelles Nähangebot“. Leute könnten aber Dinge zum Flicken herbringen. Anfangs sei das Angebot von fünf bis sechs Frauen wahrgenommen worden. Es findet derzeit an jedem dritten Montag im Monat von 15 bis 17 Uhr statt. Über die Termine werde auch im Brückenboten der Pfarreiengemeinschaft Aschendorf-Rhede informiert.


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