Als familienfreundlich zertifiziert Gütesiegel für die Gemeinde Rhede

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Frisch montiert am Rathaus-Eingang ist das Gütesiegel für die Gemeinde Rhede. Darüber freuen sich Bürgermeister Gerd Conens und Ursula Günster-Schöning. Foto: Gerd SchadeFrisch montiert am Rathaus-Eingang ist das Gütesiegel für die Gemeinde Rhede. Darüber freuen sich Bürgermeister Gerd Conens und Ursula Günster-Schöning. Foto: Gerd Schade

Rhede. Die Einheitsgemeinde Rhede ist von der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie mit dem Gütesiegel für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet worden. Die Zertifizierung gilt für drei Jahre. Nach Angaben der Stiftung ist Rhede nach Papenburg die zweite Kommune im nördlichen Emsland mit dieser Auszeichnung.

Nun haben es die Mitarbeiter um Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) Grün-Blau auf Weiß: Ein Schild am Rathauseingang weist die Verwaltung offiziell als „familienfreundlich“ aus.

Bislang 80 Einrichtungen ausgezeichnet

Die im Jahr 2006 gegründete Emsländische Stiftung Beruf und Familie hat sich die Förderung der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Stärkung der Chancengleichheit von Frauen und Männern auf die Fahne geschrieben. Seit 2010 können sich Unternehmen und Kommunen im Emsland auf Wunsch einem Zertifizierungsverfahren für das Gütesiegel der Familienfreundlichkeit unterziehen. Nach den Worten von Ursula Günster-Schöning, Unternehmenscoach der Stiftung, wurden bislang 80 Einrichtungen ausgezeichnet. Viele davon wurden inzwischen re-zertifiziert, darunter die Stadt Papenburg.

Drei Rheder Handwerksbetriebe dabei

In Rhede dürfen bereits die Handwerksbetriebe Terfehr, Läken und Stevens die Auszeichnung tragen. „Das ist für eine vergleichsweise kleine Gemeinde wie Rhede richtig super“, sagt Günster-Schöning. Nun gehe zusätzlich die Kommune mit gutem Beispiel voran. Wie Conens hervorhebt, seien auch er und seine Kollegen davon überzeugt, dass Familienfreundlichkeit zunehmend die Zukunftsfähig der Gesellschaft auch im Emsland bestimme. Dafür genügt nach Einschätzung des Bürgermeisters allein ein Blick auf die Kindergartenlandschaft in Rhede, die immer stärker ausgebaut und ausdifferenziert werde. Auch deshalb lege die Gemeinde Wert darauf, als familienfreundlicher Arbeitgeber anerkannt zu sein.

Nicht nur flexibel sein

Dass dazu mehr gehört als beispielsweise flexible Arbeitszeiten, hat Günster-Schöning den insgesamt 14 Verwaltungsangestellten in der Einheitsgemeinde in einem Workshop deutlich gemacht. Beackert wurden unter anderem Handlungsfelder wie Teamentwicklung, Führungskompetenz und Service. Auch über Arbeitsaus- und -überlastung wurde gesprochen. In den Prozess eingebunden werden sollen unter anderem auch die Bauhof-Mitarbeiter.

Wie sich laut Günster-Schöning bei der Ist-Analyse herausstellte, gibt es im Rathaus bereits eine ganze Reihe von Kriterien, mit deren die Mitarbeiter punkten können. Dazu zählt unter anderem ein gutes Miteinander, hohe Flexibilität und ein abwechslungsreiches Aufgabenspektrum. Als Herausforderung für die Zukunft nennt Conens das Halten und Rekrutieren von Mitarbeitern.

Haltung täglich leben

Übergeordnet grundsätzlich wichtige Themen seien Teampflege, Gesunderhaltung der Mitarbeiter und Stressbewältigung, skizziert Günster-Schöning. Überdies bedeute Vereinbarkeit von Beruf und Familie mehr als flexible Arbeitszeiten im Hinblick auf Kinderbetreuung. „Es geht um alle Lebensphasen im privaten Umfeld“, sagt der Unternehmenscoach. Das könne beispielsweise auch die Pflege eines Angehörigen sein, die mit dem Arbeitsleben unter einen Hut gebracht werden müsse.

Günster-Schöning betont, dass der Workshop keinen Blitzlichtcharakter haben dürfe, sondern auf Nachhaltigkeit anzulegen sei. „Es geht nicht um das Abhaken eines Maßnahmenkatalogs, sondern um eine Haltung. Unternehmenskultur muss täglich gelebt werden.“

Weitere Infos zur Stiftung und zum Gütesiegel der Familienfreundlichkeit unter www.familienstiftung-emsland.de


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