Pfusch-Vorwurf an Verkäufer Bootseigentümer: Havarie bei Rhede nicht durch Spritmangel

Meine Nachrichten

Um das Thema Rhede Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

An der Herbrumer Schleuse machten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Aschendorf das Motorboot fest. Foto: Paul Lachnitt/FeuerwehrAn der Herbrumer Schleuse machten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Aschendorf das Motorboot fest. Foto: Paul Lachnitt/Feuerwehr

Rhede. Leck ja, Benzinmangel nein: Nach der zweimaligen Havarie eines kleinen Motorbootes auf der Ems bei Rhede und Heede am vergangenen Wochenende hat sich jetzt der Eigentümer zu Wort gemeldet.

Tobias Weyers aus Ibbenbüren widerspricht Darstellungen der Feuerwehr, wonach sein rund neun Meter langes Boot namens „Seestern“ am späten Abend des vergangenen Samstags wegen eines leeren Tanks nahe der Rheder Brücke liegengeblieben sei. „Es war genug Sprit drin“, erklärt Weyers im Gespräch mit unserer Redaktion. Zu den 15 Litern im Tank habe die Feuerwehr weitere fünf hinzugekippt.

Probleme mit der Elektrik

Wie Weyers weiter ausführt, hatte das Boot Probleme mit der Elektrik gehabt. Deshalb sei plötzlich der Motor ausgegangen. Er habe dann die Sicherung gewechselt und der Motor sei wieder angesprungen. Dass später Wasser in den „Seestern“ eindrang, habe einem Leck unter der Bodenplatte gelegen. Weyers hatte das Boot nach eigenem Bekunden erst kurz zuvor gekauft. Die Tour auf der Ems sei seine erste mit der neuen Errungenschaft gewesen.

Feuerwehr rückt zweimal an

Der Ibbenbürener wirft dem Verkäufer des Bootes vor, ihn übers Ohr gehauen zu haben, indem er den „Seestern“ verpfuscht habe. Beispielsweise seien undichte Rohre verbaut und an der Elektrik herumgebastelt worden. Er wolle den Verkäufer nun zur Rede stellen und das Boot so schnell wie möglich wieder loswerden.

Wie berichtet, war das Boot zunächst auf der Aschendorfer Seite der Ems nahe der Rheder Brücke manövrierunfähig liegengeblieben – laut Feuerwehr wegen Benzinmangels. Die Einsatzkräfte schleppten es zur Herbrumer Schleuse. Von dort brach die „Seestern“ tags darauf in Richtung Heede auf, wurde dann wegen des Lecks erneut von der Feuerwehr zurück zur Schleuse bugsiert.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN