Mehr Geld im Landeshaushalt Modder sagt Brualern Unterstützung bei maroder Dorfstraße zu

Von Daniel Gonzalez-Tepper


Brual. Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Johanne Modder, hat den Bürgern in Brual Unterstützung bei der Sanierung der Landesstraße (L) 31 zugesagt. Die Ortsdurchfahrt ist seit vielen Jahren in einem schlechten Zustand. Ab 2019 soll es mehr Geld für die Sanierung von Landesstraßen geben.

Modder, die aus Bunde im Landkreis Leer stammt, kündigte bei einem Ortstermin in Brual an, dass sich die Landesregierung bei einer Klausurtagung auf ein Sanierungsprogramm für Landstraße und insbesondere Ortsdurchfahrten geeinigt habe. Ab 2019 steigt der Etat um 30 auf 115 Millionen Euro, von den 30 Millionen sollen wiederum 15 Millionen Euro in Ortsdurchfahrten fließen. 2020 soll der Etat für Landstraßen um weitere 20 Millionen Euro aufgestockt werden. Modder geht fest davon aus, dass der Landtag bei der Verabschiedung des Haushaltes im Dezember dieser Planung zustimmen wird.

Nicht in Dorferneuerungsprogramm aufgenommen

Gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Bernd Busemann aus Dörpen will sie bei Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Althusmann vorstellig werden, um sich für die L 31 einzusetzen, kündigte Modder an, ohne „etwas versprechen zu können“. Rhedes Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) und Kreistagsmitglied Gerhard Husmann (CDU) wussten derweil zu berichten, dass die Brualer Dorfstraße auf einer Prioritätenliste, die in Hannover kursiert, nicht auf den ersten 20 Plätzen steht und daher eine Sanierung 2019 als unwahrscheinlich gilt.

(Weiterlesen: Minister Althusmann kündigt in Papenburg Ortsdurchfahrtenprogramm an)

Obendrein ist, so Conens, der Antrag gescheitert, 2019 ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden, wodurch die Erneuerung der Geh- und Radwege oder anderer Bereiche seitlich der Fahrbahn möglich würde. Husmann forderte mehrfach „eine Perspektive“, die Landesregierung müsse Brual, aber auch anderen Gemeinden mit maroden Ortsdurchfahrten wie Dersum Jahreszahlen nennen, in denen sie die Sanierung erwarten können.

Seit 2003 Engagement für Sanierung

Seit 2003 setzt sich die Gemeinde für eine Sanierung der L 31 ein, erinnerte Conens, die seiner Ansicht nach im Idealfall nicht nur auf dem etwa ein Kilometer langen Abschnitt im Ortsbereich von Brual, sondern bis zur Bellingwolder Straße saniert werden sollte, was weitere vier Kilometer wären. Seitdem habe es mehrere Ortstermine von Landtagsabgeordneten, Ministern oder Behördenleitern gegeben, und das parteiübergreifend. Passiert sei kaum etwas passiert, so der Bürgermeister. 2009 waren Conens die Kosten nur in Brual mit zwei Millionen Euro veranschlagt worden, inzwischen dürfte die Summe laut Conens doppelt so hoch sein. Lediglich 2012 wurde ein etwa 400 Meter langer Abschnitt am Ortsausgang Richtung Diele mit einer neuen Asphaltschicht versehen.

Laut Ortsbürgermeisterin „marode Straße einziges Problem“

Ortsbürgermeisterin Adele Telgen (CDU) berichtete mit Bildern und einem Video über das aktive Vereinsleben, die intakten und wachsenden Wohngebiete und die gute Situation bei den Arbeitsplätzen mit zahlreichen erfolgreichen Unternehmen wie Dino Cars, Wittrock Landtechnik und Mineralölhandel oder Schwarte Bau. „Wir haben hier eigentlich nur ein Problem: Das ist die marode Ortsdurchfahrt“, sagte Telgen. Frank Hunfeld (CDU) berichtete über Probleme, die es insbesondere an Regentagen gebe, weil Wasser nur unzureichend abfließe. Die Spurrillen seien zudem eine Gefahr für Radfahrer.

Ob Modder mit ihrem angekündigten Einsatz den Zustand ändern wird, wird sich zeigen.

(Weiterlesen: Sind das die schlechtesten Ortsdurchfahrten Niedersachsens?)