Erster Abschnitt voll Rhede schafft weitere Bauplätze am Spiekweg

Von Gerd Schade

Mehrere Kräne überragen derzeit das Baugebiet südlich des Spiekweges. Foto: Gerd SchadeMehrere Kräne überragen derzeit das Baugebiet südlich des Spiekweges. Foto: Gerd Schade

Rhede. Die Gemeinde Rhede treibt ihre gewerbliche und bauliche Entwicklung weiter voran. Das haben Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) und sein Allgemeiner Vertreter Hermann-Josef Gerdes in einem Gespräch mit unserer Redaktion nach der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause deutlich gemacht.

Einen „entscheidenden Schritt“ in der Bauleitplanung nennt Gerdes die von Rat gebilligte Erweiterungsmöglichkeit der Tischlerei Läken. Der Handwerksbetrieb wolle eine Produktionshalle errichten und Lagermöglichkeiten schaffen, berichtet Gerdes. „Die Gemeinde steht positiv zu den geplanten Erweiterungsmaßnahmen, da diese den Standort des Betriebes auch zukünftig sichern und eine Entwicklung mit Steigerung der Produktpalette und auch eine eventuellen Erhöhung der Arbeitsplätze forcieren“, heißt es dazu wörtlich in der Beschlussvorlage für die vergangene Ratssitzung.

Auch Gewerbegebiet an A 31 wird erweitert

Erweiterungsabsichten hegt derweil auch die Firma Gottschald, die ein Busunternehmen sowie die Avia-Tankstelle beim Kreisel am Autobahnzubringer (L 52) betreibt. Gerdes zufolge soll die Fahrzeughalle aus dem Ortskern hinter das Tankstellengelände verlegt werden. Ein Bauschild vor der Tankstelle zeugt von dem Vorhaben.

Weiter auf den Weg gebracht hat die Gemeinde überdies die Ausdehnung des Gewerbegebietes südlich der L 52. Wie Bürgermeister Conens erläutert geht es hier im Prinzip um eine Spiegelung der Gewerbeflächen auf die gegenüberliegende Straßenseite. Das Areal gegenüber dem Ems-Dollart-Zentrum, das zunächst beplant werden soll, umfasst rund zwölf Hektar. Wie Conens weiter ausführt, gibt es erste Anfragen von ansiedlungswilligen Unternehmen aus der Region. Die Gemeinde begründet ihre Erweiterungsabsichten für das Gewerbegebiet auch damit, weil es im bisherigen Industrie- und Gewerbegebiet an der A 31 derzeit keine größeren zusammenhängenden Flächen zur Ansiedlung größerer Betriebe mehr gebe.

Quadratmeterpreis ab 57 Euro

Die Verwaltungsspitze zeigt sich aber nicht nur mit der gewerblichen, sondern auch mit der baulichen Entwicklung der Einheitsgemeinde zufrieden. Conens zufolge ist der erste Abschnitt im Baugebiet „Südlich Spiekweg“ voll. Das bedeutet, dass alle 23 Grundstücke vergeben sind.

Die Nachfrage erscheint ungebrochen. Denn nach den Worten des Bürgermeisters sind auch im zweiten Bauabschnitt schon jetzt 15 der 22 Plätze vergeben. Wie Conens auf Nachfrage erklärt, sind die Grundstücke zwischen 750 und 900 Quadratmeter groß und zu einem Preis von 57 Euro pro Quadratmeter zu haben. Überdies befinden sich dem Bürgermeister zufolge in dem Bereich zwischen Spiekweg und Spieksee weitere etwa 80 Grundstücke in der Hinterhand. Gerdes schwärmt in diesem Zusammenhang von einem außerordentlich „grünen“ Baugebiet, mit dem die Gemeinde bei Häuslebauern punkten könne. Nach den Worten von Conens erreichen die Kommune inzwischen vermehrt Anfragen aus dem Papenburger Stadtgebiet.

Unverändert erfreut sind Conens und Gerdes über die Erweiterung des Campingplatzes Neuengland. Hier brachte der Rat das Vorhaben der Betreiberfamilie Neuenstein durch einen Beschluss zur Billigung des Planentwurfs und zur Auslegung weiter auf den Weg. Der Campingplatz soll um knapp 60 Plätze erweitert werden.