22 Millionen Euro investiert Vier Windanlagen in Rhede eingeweiht

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Rhede. Im Windpark Rhede am Schipmannsweg haben Geschäftsführung, Gesellschafter, Grundstückeigentümer und Vertreter der Gemeinde vier Windkraftanlagen eingeweiht, die zwischen 2015 und 2018 errichtet worden sind. Damit produzieren hier nun insgesamt 21 Anlagen mehr als 100 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Schon von Weitem ertönt an diesem windstillen Tag die Blaskapelle Rhede, die zur Einweihungsfeier musiziert. Sie und sämtliche Besucher haben sich an der Anlage Nummer 23 versammelt. Bevor hier die offiziellen Reden beginnen, können sich interessierte den Koloss von innen anschauen. Pierre Knoppe, Mitarbeiter bei Ems Windmanagement und Service Gmbh & Co. KG, übernimmt die technische Betriebsführung. Er erzählt unter anderem, dass diese Anlage eine Nabenhöhe von 149 Meter aufweist. Mutige konnten nach Anmeldung hinaufklettern und die Gondel besichtigen.

Zufrieden mit erster Anlage

Im offiziellen Teil ergreift Alexander Jürgens von der Windpark Rhede GmbH & Co. KG. das Wort. Der Geschäftsführer berichtet, dass die erste der vier Anlagen bereits im Januar 2016 ihren Betrieb aufgenommen habe. Vier Millionen Euro seien investiert worden. Diese erste Anlage produziere laut Jürgens etwa 6,5 Millionen Kilowattstunde Strom im Jahr, das reiche für ungefähr 1.600 Haushalte. Bei einer Vergütung von 8,79 Cent belaufe sich der Umsatz auf 570.000 Euro pro Jahr. „Da die Anlage nun schon seit zweieinhalb Jahren in Betrieb ist, können wir sagen, dass wir sehr zufrieden sind. Die Anlage weist eine hohe technische Verfügbarkeit aus“, so Jürgens.

Durch das vom Landkreis Emsland geänderte regionale Raumordnungsprogramm konnte die Windparkgesellschaft im südlichen Teil drei weitere Anlagen errichten. Im Juli und Dezember 2017 sind auch die neuen Windräder in Betrieb gegangen.

2.000 Lkw-Ladungen Schotter

Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse sei die Erschließung der Standorte „äußerst materialintensiv“, führt Jürgens aus. Insgesamt haben sie 2.000 Lkw-Ladungen Schotter benötigt, der teilweise aus dem Emdener Hafen angefahren werden musste. Darüber hinaus habe Enercon, Hersteller von Windenergieanlagen, 500 Transporte pro Windrad gebraucht für die Teile der Anlage aber auch für die Transporte der Kräne, so der Geschäftsführer des Windparks. Alleine die Erschließung habe eine Millionen Euro gekostet. Die Investitionen für die drei Anlagen belaufen sich auf rund 18 Millionen Euro.

Durch die Erweiterungen werde erwartet, dass die vier neusten Anlagen durchschnittlich circa 40 Millionen Kilowattstunden mehr pro Jahr einspeisen können, vorher waren es 62 Millionen. „Die Erweiterung sichert also für die Gesellschafter zusätzliche Ausschüttungen für die nächsten 20 Jahre, für die Eigentümer der Flächen stabile Pachtzahlungen und die Gemeinde Rhede Gewerbesteuereinnahmen“, sagt Jürgens.

Mit dem Windpark seien sie insgesamt „Emsland weit ganz vorne“, freut sich Rhedes Bürgermeister Gerhard Conens. Die ersten 17 Anlagen wurden seit 2001 an dieser Stelle errichtet.


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