Verlängerung für zwei Jahre Rheder Modellprojekt Jugendarbeit geht weiter

Gemeinsam an einem Strang für die Jugendarbeit in Rhede ziehen (von links) Bürgermeister Gerd Conens, Schulleiter Otto Büning, Sabine Thien, der Vorsitzender des Schulfördervereins, Gerhard Husmann, und Theo Schütte, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Foto: LudgerusschuleGemeinsam an einem Strang für die Jugendarbeit in Rhede ziehen (von links) Bürgermeister Gerd Conens, Schulleiter Otto Büning, Sabine Thien, der Vorsitzender des Schulfördervereins, Gerhard Husmann, und Theo Schütte, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Foto: Ludgerusschule

Rhede. Das gemeinsame Modellprojekt „Jugendarbeit Rhede“ der Ludgerusschule, der Gemeinde und der St. Nikolaus-Kirchengemeinde wird für zwei weitere Jahre verlängert.

Das Projekt war laut Mitteilung der Gemeinde Rhede im September 2016 durch die Zusammenarbeit der drei Institutionen auf den Weg gebracht worden. Im Rahmen der Umsetzung hat ein Team von Sozialpädagogen die gesamte Jugendarbeit in der Einheitsgemeinde in den Bereichen Kindergarten, Schule, Gemeinde und Kirche betreut. Geschaffen wurde hierfür eine Projektstelle, die die Sozialpädagogin Sabine Thien übernommen hat. Angestellt war sie seither über den Förderverein der Ludgerusschule; die auf zwei Jahre befristete Stelle wurde je zur Hälfte durch das Bistum Osnabrück und die Gemeinde Rhede finanziert. Ihr Büro hat Thien in der Grund- und Oberschule, um so den direkten Draht zu vielen Kindern und Jugendlichen der Gemeinde suchen zu können. Unterstützt wird sie aktuell durch den Schulsozialpädagogen Edmund Bruns, einen Sozialpädagogen im Anerkennungsjahr und einen sogenannten FSJler.

„In den letzten zwei Jahren ist unheimlich viel erreicht worden“, berichtet Thien. Man habe den offenen Jugendtreff „Exit“ etabliert, rund 45 Rheder Jugendliche seien im Rahmen einer Juleica-AG zu Gruppenleitern ausgebildet worden und man habe besondere AG- und Freizeitangebote geschaffen. Ausgebaut worden sei außerdem die Zusammenarbeit mit dem Westeresch-Kindergarten, um einen guten Übergang für die angehenden Schulkinder zu gestalten.

Thien fungiert zudem als Ansprechpartnerin für die kirchlichen Jugendgruppen. Schulleiter Otto Büning verweist weiter auf die Einführung neuer Präventionsmaßnahmen im Schulalltag sowie die Tatsache, dass während des Schulalltages für Eltern, Lehrkräfte und Schüler immer mindestens ein Ansprechpartner vor Ort sei. Bestätigt worden seien die positiven Effekte durch die wissenschaftliche Untersuchung des Projektes durch eine Studentengruppe der Fachhochschule Emden. Wie Bürgermeister Gerd Conens erklärt, sei die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Schule und Kirche in den vergangenen zwei Jahren unkompliziert verlaufen. „Dass diese drei Institutionen innerhalb eines Ortes gemeinsam so ein Projekt stemmen, ist sicherlich einmalig“, so der Bürgermeister.

Schnell seien sich alle Beteiligten daher hinsichtlich einer Fortsetzung für zwei weitere Jahre einig gewesen. Als Anstellungsträger fungiert nun das Bistum Osnabrück, die die Stelle weiterhin gemeinsam mit der Gemeinde jeweils zur Hälfte trägt.