Telekom startet Ausbau Glasfasernetz kommt jetzt nach Rhede

Das Glasfasernetz kommt nach Rhede: (von links): Reent Gruben (Telekom), Michael Wübbels (Projektleiter), Stefan Graalmann, Hans Pruin, Klaus Karneth (Telekom) und Bürgermeister Gerd Conens. Foto: Gemeinde RhedeDas Glasfasernetz kommt nach Rhede: (von links): Reent Gruben (Telekom), Michael Wübbels (Projektleiter), Stefan Graalmann, Hans Pruin, Klaus Karneth (Telekom) und Bürgermeister Gerd Conens. Foto: Gemeinde Rhede

Rhede. Das gemeinsame Breitbandprojekt von Landkreis und Kommunen sowie der Telekom im nördlichen Emsland startet. Rund 670 Haushalte in Rhede bekommen nach Fertigstellung schnelles Internet.

Mit dem neuen Netz wird laut Telekom Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sein. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt bei allen angeschlossenen Haushalten des Vorwahlbereiches 04964 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und bei allen Haushalten mit Glasfaseranschluss auf bis zu ein Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Dafür wird das Unternehmen rund 29 Kilometer Glasfaser verlegen sowie 31 Verteiler aufstellen und mit moderner Technik ausstatten.

Attraktivität steigt

„Die Ansprüche der Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig“, sagt Gerd Conens, Bürgermeister von Rhede. „Deshalb freuen wir uns, dass Rhede jetzt innerhalb des geförderten Ausbaus des Landkreises zusammen mit der Telekom profitiert. So bleibt unsere Gemeinde als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv.“

Nicole Brahlich, Regionalmanagerin der Deutschen Telekom, ergänzt: „Deshalb investieren wir Jahr für Jahr bis zu vier Milliarden Euro in den Ausbau der Netze. Dank der Zusammenarbeit mit dem Landkreis Emsland und den Kommunen treiben wir so auch in Rhede die Digitalisierung voran.“

Die Tiefbaufirma hat laut Telekom bereits mit den ersten Verlegearbeiten begonnen. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Innerhalb des geförderten Ausbaus in Rhede kommen zwei Techniken zum Einsatz, FTTC und FTTH.

Zwei Ausbauweisen

Bei einem „Fiber to the Curb“ (FTTC)-Ausbau wird auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz.

Für einige Gebäude wurde im Rahmen des Ausbaukonzepts ein „Fiber to the Home“ (FTTH)-Ausbau vereinbart. Hier endet das Glasfaserkabel nicht im MFG am Straßenrand, sondern die Glasfaser wird bis in die Häuser gezogen. Die Anschlüsse bieten eine Geschwindigkeit von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) beim Herunterladen und bis zu 500 MBit/s beim Hochladen an.

Die Telekom weist weiter darauf hin, dass der Anschluss von Immobilien an das Glasfasernetz nur bei rechtzeitiger Beauftragung und im Zuge der Baumaßnahmen vor Ort kostenfrei ist. Sollten sich Anwohner zu einem späteren Zeitpunkt dafür entscheiden, kostet der Anschluss einmalig 800 Euro.