Landkreis schließt Projekt ab Letzte Bäume für Klimaschutzwald in Rhede gepflanzt

Von Insa Pölking


isp Rhede. Der Landkreis Emsland hat gemeinsam mit der Naturschutzstiftung des Landkreises die letzten Bäume für den Klimaschutzwald am Hünenweg in Rhede gepflanzt. Rund 330.000 neue Jungpflanzen wachsen nun im Landkreis Emsland.

Das sind nach Angaben der Kreisverwaltung 15.000 Bäume mehr als ursprünglich geplant. Ziel war es demnach, auf kreisweiter Fläche für jeden der mehr als 300.000 emsländischen Bürger einen Baum in die Erde zu setzen. Darüber hinaus wurden statt der geplanten 42 Hektar nun 43,3 Hektar Wald neu geschaffen. „Mit dieser äußerst erfreulichen Bilanz kommen wir heute nach sieben Jahren zu einem erfolgreichen Projektfinale“, sagte Landrat Reinhard Winter (CDU) am Montag in Rhede.

Gegen den Treibhauseffekt

Bei der Bekämpfung des Treibhauseffektes spielt der Wald nach Worten des Landrates eine entscheidende Rolle. „Er entzieht der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid und lagert Kohlenstoff dauerhaft ein. Ein Hektar Wald speichert etwa 2,8 Tonnen Kohlendioxid jährlich.“

Umgesetzt wurde die Anpflanzung der Wälder durch die Naturschutzstiftung, die für die Beschaffung der Flächen und die Aufforstung und Pflege der Bäume verantwortlich ist. In den kommenden rund 30 Jahren würden die Wälder nun allerdings ihrer eigenen Entwicklung überlassen werden. Auch eine Holznutzung finde nicht statt. „Diese Naturwälder, die in Dohren, Beesten, Listrup, Dersum, Sögel, Leschede, Aschendorf, Langen, Neurhede sowie Adorf und Rhede gepflanzt wurden, zählen zum Nationalen Naturerbe Deutschland“, betonte Winter. „Ebenso zu berücksichtigen ist allerdings, dass durch die Waldneugründungen und Erweiterungen vorhandener Waldbestände auch neue, qualitativ hochwertige Erholungs- und Lebensräume für Menschen und Tiere geschaffen werden konnten.“

7500 Jungpflanzen pro Hektar

Gesetzt wurden in den vergangenen sieben Jahren pro Hektar rund 7500 Jungpflanzen, von denen überwiegend heimische Laubbäume wie Stieleichen, Rotbuchen sowie Eschen und Birken gepflanzt wurden. Diese Sorten können dem Landrat zufolge wegen ihrer Holzdichte sehr viel Kohlendioxid speichern. Nach 60 Jahren würden durch die natürliche Entwicklung etwa 300 Großbäume pro Hektar bestehen bleiben.

„Ursprünglich hatten wir unseren Projektabschluss für 2020 angesetzt“, berichtete Bernhard van der Ahe, Vorsitzender der Naturschutzstiftung. „Dass wir das Projekt jetzt schon abschließen können, ist wirklich super.“ Auch in den nächsten Jahren sollen weitere Waldflächen entstehen. „Das soll ja nicht unser letztes Projekt sein“, so van der Ahe.