Familienfreundliches Unternehmen In der Tischlerei in Rhede gibt es Tankgutscheine

Von Nils Kögler

Mitarbeiter Victor Scherer (links) profitiert von dem familienfreundlichen Unternehmen, genauso wie sein Chef Martin Läken. Foto: Katharina PreuthMitarbeiter Victor Scherer (links) profitiert von dem familienfreundlichen Unternehmen, genauso wie sein Chef Martin Läken. Foto: Katharina Preuth

koeg Rhede. Die Vereinbarkeit des Arbeits- und Familienleben der Mitarbeiter ist das Ziel der Tischlerei Läken aus Rhede. Im Rahmen des Programms zur Nettolohnoptimierung des Vereins „vereinbar“ versucht der Betrieb, seinen Mitarbeitern das Familienleben zu erleichtern. Und selbst davon zu profitieren.

Seit 2013 ist die Tischlerei als familienfreundlicher Betrieb durch den Verein „vereinbar“ zertifiziert. Mit der Teilnahme an Ferienpassaktionen, bei denen Kinder einen Einblick in den Beruf des Tischlers gewinnen konnten, und der Einführung flexibler Arbeitszeiten für Mitarbeiter mit erkrankten Kindern oder Angehörigen hat sich der Betrieb nach eigenen Angaben für das Zertifikat qualifiziert. Mit zahlreichen Angeboten versuche die Tischlerei sowohl die finanzielle Lage der Familien, als auch die Gesundheit der Mitarbeiter zu verbessern, erklärt Sabine Läken, Chefin der Tischlerei.

Viktor Scherer ist einer von 43 Mitarbeitern des Betriebs und bekommt unter anderem die Kindergartenkosten seines dreijährigen Kindes von der Tischlerei erstattet. „Das ist schon eine Erleichterung“, erklärt der 29-jährige Rheder. Doch auch der Betrieb profitiere davon, erläutert Läken. So müsse der Tischlergeselle, dessen Frau selbstständige Friseurin ist, keine Erziehungszeit nehmen und bleibe der Firma erhalten. Neben Vergütungen dieser Art dürfen sich die Mitarbeiter Angaben der Firma zufolge über Erholungsbeihilfen für ihren Urlaub freuen. Demnach erhalte jeder Beschäftigte einmal im Jahr bis zu 156 Euro zusätzlich zu seinem Lohn. Hinzu kommen bis zu 104 Euro für den Ehepartner und maximal 52 Euro pro Kind.

Gratis Rückenkurse

Abseits der finanziellen Hilfen, versuche die Firma, ihre Mitarbeiter auch bei der Gesundheit zu unterstützen, erklärt Läken. Die Angestellten haben die Möglichkeit gratis Rückenkurse in einem Fitnessstudio zu besuchen, erzählt sie. Würde dieses Angebot angenommen, verpflichteten sie sich dazu mindestens einmal in der Woche an dem Kurs teilzunehmen. Geschehe dies nicht, müssten sie die Hälfte der Kosten selber tragen, erläutert Läken. Nach Angaben ihrer Chefin erhofft sich die Firma davon weniger Ausfallzeiten. Ein weiteres Ziel der Tischlerei ist es Läken zufolge Anreize für die Mitarbeiter zu schaffen. Deshalb würde gute Arbeit mit Sachleistungen belohnt, erklärt die Chefin. In welcher Form dies erfolge werde mit jedem Mitarbeiter individuell besprochen. So erhalte Viktor Scherer monatlich einen Tankgutschein in Höhe von 44 Euro.

Gutes Betriebsklima

Insgesamt setzt die Tischlerei auf ein gutes Betriebsklima. So würden regelmäßig Betriebsfahrten beispielsweise nach Amsterdam oder Nürnberg organisiert, an denen alle Beschäftigten und teilweise auch ihre Familien teilnehmen würden, erläutert Läken. Zudem gibt einen Aufenthaltsraum und einen Boule-Platz, der den Mitarbeitern auch nach Feierabend zum gemütlichen Beisammensein zur Verfügung stehe. Ein gutes Betriebsklima verbessere letztendlich auch die Arbeit, erklärt Läken.