Angebot soll zeitnah starten „Mobiler Einkaufswagen“ nimmt auch in Rhede Fahrt auf

Senioren beim Einkauf unterstützen: Dieses Ziel hat der „Mobile Einkaufswagen“, der zeitnah in Rhede an den Start gehen soll. Archivfoto: Malteser HilfsdienstSenioren beim Einkauf unterstützen: Dieses Ziel hat der „Mobile Einkaufswagen“, der zeitnah in Rhede an den Start gehen soll. Archivfoto: Malteser Hilfsdienst

Rhede. In der Einheitsgemeinde Rhede soll es zeitnah den Service des „Mobilen Einkaufswagen“ geben. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

„In Nachbarorten wie Papenburg, Dörpen oder Sögel gibt es das Angebot bereits. Und es wird gut angenommen“, teilte Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) mit. Der „Mobile Einkaufswagen“ soll älteren Bürgern aus allen Ortsteilen der Einheitsgemeinde zur Verfügung stehen, die aufgrund mangelnder Mobilität oder fehlender Unterstützung nicht mehr oder nur sehr unregelmäßig einkaufen gehen können.

An einem festen Tag in der Woche

Angefahren werden sollen an einem festen Tag in der Woche in Rhede ansässige Lebensmittelmärkte. Wer Interesse an dem kostenlosen Angebot hat, kann sich vorher telefonisch anmelden und sich abholen lassen. Ehrenamtliche Helfer unterstützen beim Ein- und Aussteigen und bei Bedarf auch beim Einkauf. Im Anschluss daran soll zudem bei entsprechendem Wunsch die Möglichkeit bestehen, in einer Bäckerei oder Gaststätte ein Kaffee oder Tee zu trinken. „Die konkreten Absprachen mit allen Beteiligten folgen in den nächsten Tagen“, so Conens.

Rheder Kooperationsprojekt

Das Angebot des „Mobilen Einkaufswagen“ ist ein Kooperationsprojekt von der Gemeinde, dem Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG), den Seniorenvertretern, dem Sozialverband, den Organisatoren des Weihnachtsmarktes sowie der Firma Gottschald. Diese stellt ein geeignetes Fahrzeug sowie einen Fahrer zur Verfügung. Die Kosten für das Angebot beziffert die Verwaltung auf 2400 Euro im Jahr. Davon übernimmt der Windpark Rhede die Hälfte. Weitere 600 Euro trägt die Gemeinde. Jeweils 300 Euro steuern der HHG und die Organisatoren des Weihnachtsmarktes bei. Das Projekt, dass zeitnah starten soll, ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Conens: „Es handelt sich dabei um eine gute und nicht kostenintensive Sache.“

Entwicklung abwarten

Dies bestätigte auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Willerding. „Es ist ein tolles Projekt, an dem viele beteiligt sind. Der Bedarf ist da. Ich hoffe also, dass das Angebot gut angenommen wird.“ SPD-Ratsherr Hans-Jürgen Pohl fragte nach, ob zu den Fahrten zu Lebensmittelmärkten auch andere Stellen wie Frisöre angesteuert werden. „Auch so etwas fällt bei Senioren an.“ Bürgermeister Conens teilte daraufhin mit, dass man erst mal mit dem Einkaufen anfangen wolle. „Wir wollen zunächst sehen, wie es sich entwickelt. Es muss auch alles machbar bleiben.“


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