„Müssen mit dem Verfahren umgehen“ Rhede wartet bei geplanter Erdkabeltrasse Entwicklung ab

Meine Nachrichten

Um das Thema Rhede Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Unterirdisch soll die Gleichstromleitung A-Nord-verlegt werden. Foto: Amprion/dpaUnterirdisch soll die Gleichstromleitung A-Nord-verlegt werden. Foto: Amprion/dpa

Rhede. Die Einheitsgemeinde Rhede will bei der geplanten Erdkabeltrasse A-Nord des Stromnetzbetreibers Amprion die weitere Entwicklung abwarten. Wesentliche Einschränkungen sieht Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) nicht auf die Gemeinde zukommen.

„Der Vorzugskorridor von Amprion verläuft im westlichen Gemeindegebiet entlang der Grenze zu den Niederlanden. Bleibt es bei dieser Trassenführung, werden aktuelle und zukünftige Entwicklungen von Gewerbe- und Baugebieten in den betroffenen Ortsteilen Brual und Rhede nicht behindert“, erklärte Conens auf der jüngsten Ratssitzung. In Neurhede schneide der Trassenkorridor hingegen den Gestaltungsbereich des Bebauungsplanes „Nätheberg“ und schließe direkt an die südlich gelegenen Gebiete „Schwarzer Weg“ und „Wiesengrund“ an. „Hier gilt es dann, die kommunalen Interessen zu berücksichtigen und Ausgleichsmaßnahmen zu tätigen“, so Conens. Sollte eine Realisierung im Vorzugskorridor erfolgen, lägen nach Angaben der Verwaltung knapp 1300 Hektar an Gemeindefläche im Bereich der Trasse.

Gemeinde will Stellungnahme abgeben

Der Bürgermeister verwies aber darauf, dass der Netzbetreiber noch am Anfang der Planungen stehe. „Eine konkrete Festlegung des Trassenverlaufs ist noch nicht erfolgt.“ Im weiteren Verfahrensverlauf werden Conens zufolge auch die Gemeinden involviert. „Wir nehmen das jetzt erst mal zur Kenntnis, geben aber im weiteren Verlauf unsere Stellungnahme ab. Eines ist aber auch klar: Wir müssen mit dem Verfahren umgehen.“

Durch das gesamte Emsland

Die geplante Gleichstromverbindung A-Nord wird den Landkreis Emsland von Nord nach Süd unterirdisch durchqueren. Der Vorzugskorridor verläuft wie mehrfach berichtet von Emden bis Sustrum (Samtgemeinde Lathen) weitgehend entlang der niederländischen Grenze, schwenkt dann in Richtung Ober- und Niederlangen, kreuzt bei Haren die A31 und führt dann bis etwa Dalum mit einigen Kilometern Abstand parallel zur A31 auf östlicher Seite. Danach kreuzt sie die Autobahn erneut und führt durch die Grafschaft Bentheim.

Vorzugskorridor der Gleichstromleitung von Ampriion im Emsland. Grafik: Heiner Wittwer

Weiterlesen: Debatte um Stromtrasse durchs Emsland geht weiter


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN