Rückläufige Fangmengen Angelsportverein Borsum klagt über Kormoran

Von Katja Daron

Bilanz zogen Vorstandsmitglieder und Geehrte des Angelsportvereins Borsum. Foto: Katja DaronBilanz zogen Vorstandsmitglieder und Geehrte des Angelsportvereins Borsum. Foto: Katja Daron

kda Borsum. Die Mitglieder des Angelsportvereins (ASV) Borsum haben 2017 weniger Fische gefangen als im Jahr davor. Möglicher Grund sei Konkurrenz durch den Kormoran, mutmaßten die Petrijünger während ihrer Generalversammlung.

Außer einem Rückblick auf das abgelaufene Vereinsjahr standen Teilwahlen zum Vorstand auf der Tagesordnung. Jeweils einstimmig wiedergewählt wurden Alfred Eiken als zweiter Vorsitzender und Maria Koop als Kassenwartin. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Uwe Eckervogt, Alfred Eiken, Dieter Rehfeld, Paul Beel, Michael Sanders, Rainer Spangardt und Wilfried Hermes geehrt. Der Verein hat im vergangenen Jahr sechs Neumitglieder aufgenommen und vier Kündigungen zu verzeichnen. Er zählt zurzeit 118 Mitglieder.

Karpfen und Schleie ausgesetzt

Wie Vorsitzender Florian Sandmann rückblickend berichtete, waren den Gewässern im vergangenen Frühjahr Karpfen, Schleie und Mischbesatz zugeführt worden. „Für das Kinderangeln und das Anangeln stand ein Besatz von etwa 100 Kilogramm Regenbogenforelle zur Verfügung“, berichtete Sandmann. Das Einsetzen der Fische habe den Verein weit mehr als 2000 Euro gekostet, sagte Kassenwartin Koop.

Schwache Fangquote

Trotz des Frühjahrsbesatzes sei die Fangquote beim Anangeln sehr schlecht ausgefallen, hieß es weiter. Die Angler vermuteten, dass der Kormoran dafür verantwortlich ist. Probleme mit dem Vogel hätten sie schon länger, so Sandmann. Ein Vereinsmitglied schlug vor, ein Netz über den Angelsee zu spannen, ein anderes Mitglied erklärte aber, dass das den Vogel an seiner Fischjagd nicht hindern würde.

Da die Vereinsfahrt zum Forellenangeln nach Ter Apel zu „De Slegge“ mit nur fünf Teilnehmern nicht sehr gut besucht gewesen sei, sollen Veranstaltungen dieser Art zukünftig nur noch alle zwei Jahre durchgeführt werden, erklärte Sandmann.

Mit dem Preisgeld des fünften Platzes eines Angelwettbewerbs wurden unter anderem Stehtische, Bierzeltgarnitur und ein neues Zelt für den Verein gekauft.

„Verein zu Unrecht beschuldigt“

Am Angelplatz „Hungriger Wulf“ sei es im vergangenen Jahr häufig zu Verunreinigungen gekommen, für die der Verein zu Unrecht beschuldigt worden sei, so Sandmann. Außerdem sei es vermehrt zu Beschwerden von Gastanglern über den Zustand der Zuwege gekommen. Ein Arbeitseinsatz sei in Planung, sagte der Vorsitzende.

Das Raubfischverbot am Lübbers Kamp wurde 2017 um ein Jahr verlängert und soll ab Mai wieder freigegeben werden, verkündete der Vorstand. Vor etwa drei Jahren seien dort 80 Zander ausgesetzt worden.


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