Gemeinde flutet Wiese Erstmals wieder Eislaufspaß in Rhede

Katja Daron

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kda Rhede. Der Dauerfrost der vergangenen Tage im nördlichen Emsland macht’s möglich: Erstmals konnten in Rhede wieder die Schlittschuhe ausgepackt und angezogen werden.

Während viele Seen und Kanäle trotz anhaltender Minusgrade keine tragende Eisschicht bildeten, kann auf der künstlich angelegten Eislauffläche auf einer Wiese gegenüber der Alten Rheder Kirche nach Herzenslust geschöfelt werden. Wie Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) auf Anfrage mitteilt, wird die Wiese schon seit 1997 in der kalten Jahreszeit von der Gemeinde geflutet. Bei Dauerfrost locke sie viele Eislauffreunde an. Bei einer maximalen Wassertiefe von 40 Zentimetern und ausgestattet mit fünf Flutlichtmasten, könnten die Kinder selbst bei Dunkelheit getrost ihre Bahnen ziehen und Eishockey spielen.

Wie Fahrradfahren

Auch Anja und Stefan Kampling aus Neulehe wollten sich die Chance nicht nehmen lassen und wagten sich mit ihren Kindern auf die etwa 6000 Quadratmeter große Fläche. Allzu oft könne man ja nicht fahren und vor allem nicht überall, sagt Anja Kampling. Ihr Mann sei seit 15 Jahren nicht mehr auf dem Eis gewesen, stellte nach eigenem Bekunden aber schnell fest, dass man Eislaufen, ähnlich wie Fahrradfahren, nicht verlernen würde. Die Geschwister Ben und Lena standen zum allerersten Mal auf Kufen und ließen sich den Spaß trotz Anfangsschwierigkeiten nicht nehmen.

Warnung vor zu frühem Betreten

Meteorologen zufolge ist es mit dem Eislaufspaß aber auch rasch wieder vorbei. Schon für dieses Wochenende sind Temperaturen im Plusbereich gemeldet.

Behörden, Feuerwehren und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnen generell immer wieder vor einem zu frühen Betreten zugefrorener Seen und Kanäle. Demnach garantieren selbst extrem tiefe Temperaturen wie in den vergangenen Tagen garantieren keineswegs, dass die jeweilige Eisfläche auch tragfähig ist. Um einen See betreten zu können, sollte das Eis nach Angaben der DLRG mindestens 15 Zentimeter dick sein, bei fließenden Gewässern sogar 20 Zentimeter.


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