Neujahrsempfang der Gemeinde Generalvikar fordert in Rhede eine neue Form des Dankes

Von Christian Belling


Rhede. Für eine neue Ehrenamtskultur hat sich Theo Paul, Generalvikar des Bistums Osnabrück, auf dem Neujahrsempfang der Einheitsgemeinde Rhede ausgesprochen.

„Wir brauchen neue Formen des Dankes, die die Wertschätzung ehrenamtlichen Engagements zum Ausdruck bringen“, forderte der Festredner. Paul sprach sich dafür aus, „dem Ehrenamt mehr Ehre zu geben.“ Dazu gehöre nach Worten des Generalvikars eine neue „Kultur der Qualität“, die das Ehrenamt ernst nehme und nicht als Selbstverständlichkeit ansehe. „Damit meine ich auch Absicherungen wie den Ersatz von finanziellen Aufwendungen, Steuervergünstigungen, Versicherungsschutz oder Sonderurlaube für ehrenamtlich Aktive“, so Paul. Wichtig sei ihm zufolge ein Wechselspiel auf Augenhöhe zwischen Ehrenamt und Hauptamtlichkeit. „Nur so kann die unheimlich wertvolle Ressource des freiwilligen Engagements am Leben erhalten werden.“

Lob für Jugendprojekt

Die Gemeinde Rhede sieht der Generalvikar dabei auf einem guten Weg. „Hier wird unheimlich viel geleistet. In Rhede wird auf freiwilliger Basis an der Gestaltung auf kultureller, kirchlicher oder sportlicher Ebene mitgewirkt. Das macht unsere Gesellschaft aus“ Als gelungenes Beispiel nannte Paul das Projekt „Jugendarbeit in Rhede“, das die Jugendarbeit in den Bereichen Kindergarten, Schule, Gemeinde und Kirche miteinander verbindet. Ziel ist es, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Rhede zu verbessern und bisher parallel laufende Aktivitäten zu verknüpfen.

„Du hast es immer verstanden, alle zusammenzuhalten“

Das ehrenamtliche Engagement spielte während des Neujahrsempfangs auch bei den Ehrungen eine Rolle. So wurden mit Hermann Dickebohm und Ewald Vooren zwei langjährige Vereinsvorsitzende ausgezeichnet. Dickebohm gab Ende letzten Jahres nach elf Jahren den Vorsitz beim SV Eintracht Brual ab. „Du hast es immer verstanden, alle zusammenzuhalten und maßgeblich die Entwicklung des Vereins geprägt“, lobte Bruals Ortsbürgermeisterin Adele Telgen den Geehrten. Unter seiner Regie sei unter anderem der Umbau des Clubhauses, der Ausbau der Flutlichtanlagen sowie die Zertifizierung des Vereins durchgeführt worden. Telgen: „Deine Arbeit war mit Geld nicht zu bezahlen.“

35 Jahre im Schützenvorstand

Nach 35-jähriger Vorstandsarbeit, davon ab 2002 als Vorsitzender, gab indes Vooren Anfang letzten Jahres die Führung des Schützenvereins Rhede in neue Hände. Ratsmitglied Christine Többen würdigte die Leistungen Voorens. „Unter seiner Regie wurde die neue Vereinssatzung erarbeitet. Zudem entwickelte er den Verein auf sportlicher Ebene stets weiter und trieb die Um- und Neubaumaßnahmen auf dem Vereinsgelände voran.“

Bürgermeister will Ortsteile attraktiv gestalten

Rhedes Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) richtete in seinem Grußwort indes den Blick auf das neue Jahr. Dabei stellte er den Breitbandausbau sowie baulichen Maßnahmen an der Mehrzweckhalle sowie am Familienzentrum St. Nikolaus in den Mittelpunkt. Zudem gilt es nach seinen Worten, die einzelnen Ortsteile weiterhin attraktiv zu gestalten.

HHG stellt neuen Werbefilm vor

Von der Attraktivität Rhedes konnten sich die Besucher auch zum Ende des Neujahrsempfangs überzeugen. Der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) stellte den neuen knapp vierminütigen Werbefilm der Gemeinde vor. „Wir wollen damit Rhede als attraktiven Standort zum Leben und Arbeiten präsentieren. Ich glaube, dass uns das mit dem Werbefilm mehr als gut gelungen ist“, so HHG-Vorsitzender Günter Terfehr. Zu finden ist dieser unter anderem im Internet über die Homepage der Gemeinde.

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