Nach Geschäftsführer-Weggang Papenburger Krankenhaus weist Patientenschützer-Behauptungen zurück

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Das Marien-Hospital Papenburg weist Behauptungen des Vereins Patientenschutz im Zusammenhang mit dem Weggang von Geschäftsführer Stefan Fischer zurück. Symbolfoto: Gerd Schade/ArchivDas Marien-Hospital Papenburg weist Behauptungen des Vereins Patientenschutz im Zusammenhang mit dem Weggang von Geschäftsführer Stefan Fischer zurück. Symbolfoto: Gerd Schade/Archiv

Papenburg. Das Marien-Hospital in Papenburg hat Behauptungen des Vereins Patientenschutz im Zusammenhang mit dem überraschenden Weggang des Hospital-Geschäftsführers Stefan Fischer als haltlos zurückgewiesen.

Der Papenburger Patientenschützer Gerhard Kreuter mutmaßt unter anderem, dass das Krankenhaus in den zurückliegenden Wochen die Aufnahme neuer Patienten ablehnen musste, weil nicht genügend Pflegepersonal zur Verfügung gestanden habe. Zur Begründung gab Kreuter an, dass zu viele Mitarbeiter gleichzeitig im Urlaub gewesen seien.

Zudem behauptet Kreuter, dass Fischer das Krankenhaus womöglich aufgrund der aktuellen, finanziellen Lage des Hauses das Hospital nach nur zwei Monaten wieder verlassen habe.

Selten nicht aufnahmebereit

Dazu teilt Krankenhaussprecherin Tanja Henschel unter Berufung auf den Ärztlichen Direktor, Peter Nellessen, und der stellvertretenden Pflegedienstleitung, Beate Janssen, mit, dass das Marien-Hospital durchschnittlich statistisch im Vergleich zu anderen emsländischen Krankenhäusern seltener beim Rettungsdienst vorübergehend abgemeldet ist. „Der häufigste Grund für eine vorübergehend eingeschränkte oder fehlende Aufnahmebereitschaft ist die begrenzte Bettenkapazität und hier überwiegend die begrenzte Aufnahmekapazität unserer Intensivstation“, erklärt Henschel. Personelle Gründe für eine Abmeldung seien die Ausnahme und wenn überhaupt krankheitsbedingt. Selten könne es zu einer Abmeldung kommen, „wenn der Patientenandrang in der Notaufnahme so groß ist, dass nicht abgesehen werden kann, wann neue Aufnahmekapazitäten in der Notaufnahme zur Verfügung stehen“, so Henschel.

Finanzielle Lage „nicht ausschlaggebend“

Krankenhaus-Hauptgeschäftsführer Ansgar Veer erklärt Henschel zufolge, dass die finanzielle Lage seines Erachtens auch vor dem Hintergrund des Krankenhausverbundes der Lingener Hospitalgesellschaft „keinen Ausschlag für den Weggang von Herrn Fischer gegeben hat. Zumindest sei dies in den Gesprächen von Herrn Fischer nicht angeführt worden“.


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