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Zweimal ausverkauft Paul Panzer testet neues Programm in Papenburg doppelt

03.10.2015, 13:24 Uhr

Ist das witzig? Komiker Paul Panzer hat sich für seine Ende des Monats startende Tour „Invasion der Verrückten“ einen doppelten Testlauf in Papenburg gegönnt. Am Donnerstag und Freitag probierte er seine Gags vor jeweils ausverkauftem Haus im Forum Alte Werft aus. Insgesamt 1750 Fans hatten an dem Experiment teilgenommen.

„Woran erkennt man eine Preview? Daran, dass da jemand auf der Bühne steht und weiß noch gar nichts“, nahm Panzer seinen eigenen Testlauf mit Humor. Was er tun könnte, stand zumindest auf den großen DIN-A4-Zetteln, die er mit auf die Bühne gebracht hatte. Aber ohnehin habe er nur drei Gags mitgebracht, gab er zu und forderte das Publikum auf, diese zu finden. Dafür hatten die Zuschauer knapp 90 Minuten Zeit.

In der Spielzeit probierte er so allerhand aus. „Ohne Haare hat man keine Nachteile, auch nicht beim Frisör“, erklärte Panzer unter anderem. Dort würde man das Gleiche zahlen, nun eben für das Suchen. Weiter klärte er auf, dass es sich bei der Anatidenphobie um die Angst handeln würde, von einer Ente beobachtet zu werden. Die Krankheit sei schwierig für das erste Date, da man nicht in den Stadtpark könnte.

Von der Anatidenphobie ging es über Altersheime, Schwiegermütter bis zum Fernsehkonsum. Warum seine Frau Hilde gerne Kochshows guckt? „Wahrscheinlich ist es die Faszination des Unbekannten“, lästerte er über ihre Kochkünste. Und beim Zusammenhang mit der erfolgreichen der Zombie-Fernsehserie „The Walking Dead“ übersetzte Panzer: „Zombies – das ist englisch für Rentner.“

Dass beim Testlauf nicht jede Pointe zündete, daran störte sich der Humorist nicht wirklich. Im Gegenteil, bei einem schlechteren Witz notierte er sich lautstark auf seinen Zetteln: „An den Barth verkaufen.“ Die Erfolgschance seines Komiker-Kollegen Mario Barth testete er, in dem er dessen Spruch in typischer „Kennste-Kennste-Tonlage“ wiederholte.

Ob gewollt oder nicht: Auch nach der Pause gab es bis zum Wiederbeginn eine kleine Verzögerung. Aber sein Bühnentechniker Olli hätte nach vier Stunden Führung auf der Meyer Werft auch gefragt: „Was bauen die hier eigentlich?“, berichtete Panzer. Der sei auch nicht der Hellste, aber hier auf der Bühne habe er zumindest das Licht angekriegt, erläuterte der Komiker und nutzte die vermeintliche Panne für eine lokale Würze. „Ihr wart ein tolles Publikum. Danke, dass ich hier probieren durfte“, verabschiedete sich der Komiker nach getaner Arbeit abrupt vom Publikum. Für die geforderte Zugabe hatte er nur noch einen Gag auf Lager.Der offizielle Auftakt der Tour ist am 25. Oktober in Heidenheim. Mit seinem Programm kehrt Panzer viermal in die Region zurück. Am Freitag, 5. Februar, kommt der Comedian nach Lingen in die Emslandarena. Einen Tag später gastiert er in Aurich. Weitere Termine in der Region sind am 13. Mai in Wilhelmshaven und 14. Mai in Oldenburg. Karten gibt es für jeweils 30,95 Euro in der Geschäftsstelle der Ems-Zeitung sowie an den weiteren Vorverkaufsstellen.