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Zuschauerverhalten bei Schiffsüberführung Neue Strategie nach Verkehrschaos in Papenburg?

Von Gerd Schade | 22.09.2016, 16:04 Uhr

Nach dem Verkehrschaos durch mehrere Tausend Schaulustige während der Emspassage des Kreuzfahrtschiffes der Papenburger Meyer Werft, „Genting Dream“ am vergangenen Sonntag wollen Stadtverwaltung und Polizei ihre Ordnungsstrategie überdenken.

„Leider mussten wir feststellen, dass die getroffenen Maßnahmen von verschiedenen Verkehrsteilnehmern ignoriert worden sind“, teilten Verwaltung und Polizei auf Anfrage unserer Redaktion in einer gemeinsamen Erklärung mit. „Wir werden bei künftigen Schiffsüberführungen gemeinsam mit der Polizei abstimmen, ob weitergehende Maßnahmen durchzuführen sind, die auch darauf auszurichten wären, dass sich leider nicht alle Verkehrsteilnehmer an bestehende Regelungen halten.“

Die Behörden waren davon ausgegangen, dass die ohnehin getroffenen Verkehrsregelungen ausreichen würden. Demnach war der Deich im Bereich der Seeschleuse mit Absperrband gesichert, um rechtswidriges Parken zu verhindern. Zudem sei im Zuge der Rheiderlandstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h ausgeschildert sowie der Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Radweg zwischen der Halter Brücke und dem Tor 3 der Meyer Werft mit Flatterband versehen gewesen. Im Bereich der Deichzufahrt seien zudem Verbotsschilder aufgestellt gewesen, die jedoch offenbar entfernt oder verdreht worden seien.

 (Weiterlesen: „Genting Dream“ erreicht offene See)