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Volkshochschule Papenburg ebnet Weg Landschaftsbauer im Emsland bilden Ungarn aus

Von PM. | 24.02.2015, 19:31 Uhr

In Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) Papenburg werden ausgewählte Unternehmen aus der Region 15 junge Menschen aus Ungarn zu Landschaftsbauern ausbilden. Losgegangen ist es jetzt mit einem Sprachkurs. Die eigentliche Ausbildung beginnt am 1. August.

Hinter dem Konzept steht das EU-Projekt „Green life“, für das nach Angaben der VHS Fördermittel in Höhe von mehr als 340.000 Euro beantragt wurden. Das Projekt ist zudem Teil eines Angebotes des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie der Bundesagentur für Arbeit. Dieses Angebot mit dem Titel „The Job of my Life“ fördert Projekte, die Jugendliche und junge Erwachsene aus Europa so qualifizieren und begleiten, dass sie in Deutschland erfolgreich eine duale Ausbildung absolvieren können. Weiterer Unterstützer des Projektes ist der Verband-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen.

Beteiligte Betriebe, die bereit sind, Praktikanten beziehungsweise Auszubildende aus Ungarn aufzunehmen, sind Kleinhaus, GaLaBau Emsland, Borchers, Oldekamp, Stegemann und Quathamer. Das Papenburger Unternehmen Kleinhaus nimmt die meisten jungen Leute (vier) auf.

Im Iglauer Park am Plattensee startete inzwischen ein Sprachcamp in Internatsform. Durch die gemeinsame Unterbringung der Teilnehmer soll nach Angaben der Organisatoren ein gemeinsames „Leben und Lernen“ praktiziert werden. Dadurch werde ermöglicht, „dass die Teilnehmer sich gut kennenlernen und sich schon während des Camps herauskristallisiert, wer gegebenenfalls mit wem zusammen in einen Betrieb gehen möchte“.Der Leiter des Internats, Peter Krein, ist langjähriger Kooperationspartner der VHS Papenburg. Der Sprachkurs umfasst 400 Unterrichtsstunden.

Patenschaften geplant

Im Mai kommen die Teilnehmer für ein sechswöchiges Praktikum nach Deutschland, um die Betriebe kennenzulernen. Die Firmen zahlen eine Praktikumsvergütung in Höhe von 200 Euro. Dieser Betrag wird durch Fördermittel auf 818 Euro aufgestockt. Die Teilnehmer erhalten zudem eine einmalige Reisekostenpauschale in Höhe von 300 Euro. Die VHS führt während des Praktikums einen Deutsch-Sprachkurs durch.

Während der Ausbildung erhalten die Teilnehmer die übliche Ausbildungsvergütung. Sie wird ebenfalls aus Fördermitteln aufgestockt, sodass den Teilnehmern nach Angaben der Projektbeteiligten regelmäßig 818 Euro netto zur Verfügung stehen. Die Ungarn erhalten zudem einmalig bei Ausbildungsbeginn 500 Euro€ und regelmäßig zweimal jährlich Heimreisekosten in Höhe von 300 Euro. Auch während der Ausbildung wird die Deutschförderung weiter fortgesetzt. Weiterhin sind fachliche und sozialpädagogische Begleitung vorgesehen.

Darüber hinaus wird durch die 60 Kleinhaus-Mitarbeiter ungarischer Herkunft und die Mitarbeiter der Partnerunternehmen ein Patenschaftssystem etabliert. Hier stellen sich die Organisatoren vor, dass je eine in Deutschland lebende Familie die Patenschaft für ein bis zwei Auszubildende übernimmt. Größtenteils handele es sich bei den Teilnehmern um Verwandte, Freunde und Bekannte der bereits in Deutschland lebenden ungarischen Mitarbeiter.

Die VHS weist darauf hin, dass unter bestimmten Voraussetzungen gegebenenfalls Nachrücker in das Projekt eingesteuert werden können.

Weitere Infos hat Gabriele Bercx von der VHS Papenburg, Tel. 04961/922341.