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Verkaufsfläche soll größer werden Aldi will in Aschendorf an alter Stelle neu bauen

Von Gerd Schade | 28.02.2017, 16:27 Uhr

19 Punkte umfasst die Tagesordnung für die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Stadt Papenburg am Mittwoch, 1. März 2017. Zwei davon betreffen Neubaupläne von Aldi im Aschendorfer Gewerbegebiet an der Rheder Straße. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 17 Uhr.

Wie aus den Sitzungsvorlagen hervorgeht, will Aldi seinen derzeitigen Markt an der Straße „Zu den Emsauen“ durch einen größeren ersetzen. In den Plänen ist von 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche die Rede. Ein derart großflächiger Einzelhandelsbetrieb ist in einem Gewerbegebiet laut Stadtverwaltung aber nicht mehr zulässig. Deshalb müsse neben der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes der Flächennutzungsplan dahingehend geändert werden, dass für den Neubaubereich eine Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung „Einzelhandel“ ausgewiesen werde.

Dazu gehört auch eine benachbarte Grünfläche mit Großsträuchern und einer Baumreihe, die Aldi der Stadt für die Erweiterung abkaufen will. Die Sträucher auf diesem Areal sollen entfernt werden, die Bäume erhalten bleiben.

Ebenfalls durch eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes weiter vorantreiben will der Ausschuss das vorgesehene Neubaugebiet mit 55 Bauplätzen nördlich der Johann-Bunte-Straße . Das neue Wohngebiet im Stadtteil St. Marien umfasst etwa sechs Hektar. Die meisten Grundstücke sollen zwischen 500 und 1000 Quadratmeter groß sein.

Die nächsten Verfahrensschritte stehen außerdem für die geplanten Bauplätze in Aschendorf (Südlich Oldenburger Straße, 15 Grundstücke), sowie für die Erweiterungspläne des Landwirtschaftlichen Kreisvereins in Aschendorf, der auf einem 950 Quadratmeter großen Grundstück des Neuen Marktplatzes ein weiteres Bürogebäude errichten will, an.

Ein Vorkaufsrecht will sich die Stadt für die Fläche im Kapitänsviertel sichern, auf der die seit Langem geplante Ansiedlung eines Nahversorgungsmarktes bislang nicht geklappt hat. Seit Jahren bemüht sich die Stadt um einen solchen Markt auf der Fläche an der Ecke Kapitän-Venema-Straße/Mittelkanal links. Dazu gehört auch eine knapp 5000 Quadratmeter große Fläche in Privatbesitz. Für diese will sich die Stadt ein Vorkaufsrecht sichern, wenn sich die Planungen für die Ansiedlung eines Nahversorgers konkretisieren sollten.In einem Neubaugebiet nördlich der Johann-Bunte-Straße sollen mehr als 50 Bauplätze entstehen. Grafik: Stadt Papenburg

Überdies will die Stadt eine neue Werbesatzung zur Regelung von Außenreklame für das Untenende, Obenende und Aschendorf aufstellen. Die derzeit geltenden Vorschriften stammen laut Verwaltung aus den Jahren 1978 beziehungsweise 1994. Sie hätten (nicht mehr) die nötige Steuerungswirkung, „um die Ziele der Stadt Papenburg hinsichtlich der Erhaltung und Weiterentwicklung des Stadtbilds in den Geschäftsbereichen zu erreichen“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Ziel der Neufassung soll eine größere Einheitlichkeit als bisher und eine „stadtweit gerechte Lösung“ sein. Dazu arbeitet die Stadt mit einem Planungsbüro aus Oldenburg zusammen.