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Verein für Friedhofspflege: Elisabeth Hülsebus gibt ihr Amt im Alter von 90 Jahren ab Gründungsjahr wahrscheinlich 1923

Von Waltraud Müller | 29.09.2011, 15:23 Uhr

Nach 37-jähriger Vorstandsarbeit ist Elisabeth Hülsebus aus dem Vorstand des Vereins für Friedhofspflege Papenburg ausgeschieden. Dem Verein gehören nach Angaben des Vorstandes rund 1200 Mitglieder an.

Elisabeth Hülsebus, die seit dem Jahr 1974 für den Verein ehrenamtlich tätig war, hat jetzt ihr Amt der 2. Vorsitzenden an ihrem 90. Geburtstag an Adelheid Stell übergeben. Stell ist für den Verein bereits seit 2002 als Kassiererin tätig. Geführt wird der Verein seit 1997 von Klaus Hanekamp. Hauptkassierer und Schriftführer ist seit dem Jahr 1989 Dieter Rosendahl.

„Zweck des Vereins ist es, den Angehörigen verstorbener Mitglieder eine einmalige Unterstützung zur Bestreitung der durch den Sterbefall entstehenden Kosten sowie die Gestaltung der Grabstätte, deren Pflege und Unterhaltung zu gewähren“, erklärt Vorsitzender Hanekamp in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Zudem leiste der Verein „bei günstiger Kassenlage“ einen Beitrag zur Ausschmückung der Friedhöfe beider Konfessionen. Zudem stelle der Verein den Hinterbliebenen auf den örtlichen Friedhöfen mehrere Gießkannen, Schiebkarren, Harken u.a. kostenlos zur Verfügung.

„Der jährliche Mitgliedsbeitrag ist der Höhe nach gestaffelt nach dem Alter der Mitglieder“, erläutert Hanekamp weiter. Er werde praktisch in eine „vereinsinterne Sterbekasse“ eingezahlt, wobei im Sterbefall den Hinterbliebenen ein in der Satzung festgelegter Betrag ausgezahlt werde.

Nach Kenntnis des Vereinsvorstandes sowie nach noch vorhandenen Aufzeichnungen und Mitgliederlisten wurde der Verein für Friedhofspflege „wahrscheinlich im Jahr 1923 gegründet“, berichtet Dieter Rosendahl. Das genaue Gründungsjahr sei allerdings nicht bekannt, da während des 2. Weltkrieges „wohl aus Angst vor Verfolgung durch die Nationalsozialisten die Vereinsunterlagen, insbesondere auch die Mitgliederlisten, leider verbrannt worden sind“, nannte Rosendahl den Grund.

Nach dem Kriege seien dann unter Leitung des ersten Vorsitzenden Karl Rödeke neue Mitgliederlisten erstellt worden. Die Vereinsveranstaltungen, besonders die jährliche Mitgliederversammlung, seien damals im Papenburger Kolpinghaus durchgeführt worden. Seit vielen Jahren finden diese nunmehr im Hotel Röttgers in Papenburg statt.

Im Jahr 1973 hat Lili Schindler von Karl Rödeke den Vereinsvorsitz übernommen. 1980 wurde Wilhelm Rohjans von den Mitgliedern zum Vorsitzenden gewählt, der diese Funktion bis zum Jahr 1997 ausübte. Seitdem führt Klaus Hanekamp den Verein.