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Verbesserung der Zusammenarbeit Drei Aschendorfer Schulen bilden Schulverbund

Von Jonas Brinker | 31.08.2017, 09:45 Uhr

Die Aschendorfer Amandusschule, Heinrich-Middendorf-Oberschule und die Schule Am Draiberg haben einen Schulverbund gegründet. Damit soll die Zusammenarbeit der drei Schulen noch weiter gestärkt werden.

„Wir legitimieren mit der Vereinbarung nun, was wir schon tagtäglich praktizieren“, sagt Martina Grönheim, Schulleiterin der Sprachförderschule am Draiberg. Sie berichtet gemeinsam mit ihren Schulleiterkollegen Thomas Heinzmann von der Grundschule Amandusschule und Claus Huth von der Heinrich-Middendorf-Oberschule, dass es bereits jetzt eine Zusammenarbeit der Schulen gäbe. Nun können aber weitere Synergieeffekte genutzt werden. „Man kann sich besser auf die Anforderungen und Standards der anderen Schulen einstellen. Wir können uns jetzt leichter aufeinander abstimmen“, erläutert Grönheim weiter.

Das hat zur Folge, dass „nicht überall bei Null gestartet wird“, wie Huth berichtet. „Wir optimieren so die Übergänge der Kinder zwischen den Schulen. Es soll keine Übergangsbrüche mehr geben.“ Als Beispiel fügt er an, dass auffällige Kinder so leichter bei einem Schulwechsel integriert werden können, da sich Schule und Lehrer schon vorab auf die Besonderheiten des Kindes einstellen kann.

Auch Kindergärten und Vereine sollen mitmachen

Darüber hinaus sind auch andere Institutionen angesprochen, sich an dem Projekt zu beteiligen. „Wir wollen auch Kindergärten, Vereine und die Kirchen mit ins Boot holen“, plant Thomas Heinzmann. So könnte der gesamte „Sozialraum Aschendorf“ – das heißt überall, wo die Kinder aktiv sind – von gemeinsamen Standards und gleichem Wissen profitieren.

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Für Martin Gerenkamp, Erster Kreisrat des Landkreises Emsland, ist das neue Projekt nur ein erster Schritt auf einem weiteren Weg. „Wir können es nur begrüßen, wenn sich der Schulverbund Aschendorf zu einer Bildungslandschaft weiterentwickelt.“ Als Vorbild nennt er die Bildungslandschaft am Papenburger Obenende, bei der Schulen, Kindergärten und andere Institutionen wie die Historisch Ökologische Bildungsstätte (HÖB) zusammenarbeiten. Gerade die Übergänge zwischen den einzelnen Schulen legt Gerenkamp in den Fokus. „Es geht nicht nur um Schulabschlüsse, sondern auch um Anschlüsse.“ Durch den neuen Schulverbund sei auch dies gewährleistet.

Landesschulbehörde lobt Vorhaben

Auch seitens der Niedersächsischen Landesschulbehörde gibt es nur Lob für das Projekt. „Durch die unmittelbare Nähe der Schulen ist es für einen Schulverbund prädestiniert“, sagt Karen Mull von der Behörde. „Durch die ständige pädagogische und organisatorische Zusammenarbeit steigt auch die Qualität der einzelnen Schulen.“

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