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Unterschiede zu Afrika aufgezeigt Gast aus Uganda besucht Papenburger Schule und Bauernhof

Von Jonas Brinker | 11.02.2017, 11:51 Uhr

Über Bildung und Landwirtschaft in Papenburg hat sich Edith Kutesa, Ehefrau des ugandischen Außenministers Sam Kutesa, an zwei Standorten in der Fehnstadt informiert. Auf Einladung der Stiftung „Klima schützen, damit Kinder leben können“ des Papenburger Ehrenbürgermeisters Heinrich Hövelmann besuchte sie die Waldschule und einen Milchbauern.

Zusammen mit einer kleinen Delegation, bestehend aus ihrer Tochter, eine Ärztin und einem Politiker, begrüßte Kutesa zunächst die rund 90 Kinder der Waldschule. „Es ist heute ein ganz besonderer Tag und wir freuen uns, dass sie heute hier sind“, begrüßt auch Schulleiterin Marlies Uchtmann die Gäste.

Im vergangenen Jahr haben die Schüler bei einem Spendenlauf für die Stiftung Geld gesammelt, um Bananenstauden, Bäume und Kakaosträucher in Uganda pflanzen zu können. Diesem Beispiel folgten nun auch Schulen aus Uganda, wie Kutesa berichtet. Zehn Schulen wollten in die Bepflanzung investieren. Doch nicht nur die finanzielle Hilfe erfreut sie: „Ihr Kinder müsst viel lernen, dann könnt ihr später uns in Uganda unterstützen“, sagte Kutesa zu den Grundschülern. Auf eine Frage einer Schülerin, warum Kutesa überhaupt Deutschland besucht, antwortete diese lächelnd: „Wir sind hier, um von Deutschland zu lernen.“

Klassengrößen von 120 Schülern in Uganda

In Uganda selbst seien in der Schule viel mehr Kinder, Klassengrößen von bis zu 120 Schülern sind an der Tagesordnung, berichtete der Gast. Es komme deshalb vor, dass die Schüler in Schichten unterrichtet werden. Bei einer Führung durch die Schule konnte Kutesa die Bildungsweise von Deutschland kennenlernen. Zu ihrem Besuch in der Waldschule sagte sie abschließend: „Wir haben hier viel gelernt und sind sehr dankbar darüber.“

 (Weiterlesen: Empfang im Rathaus: Delegation aus Uganda zu Gast in Papenburg) 

Im Anschluss ging es weiter zu Kurt Nee, Milchbauer vom Papenburger Obenende. Er zeigte der Delegation seine Arbeit zur Milcherzeugung. Die mehr als 400 Tiere auf seinem Hof werden vollautomatisch gemolken, was bei den Gästen aus Uganda große Begeisterung und noch mehr Fragen auslöste. Auch die technische Überwachung der Gesundheit seiner Kühe erläuterte der Landwirt der Delegation.

Eher kleiner Betrieb

Für Hövelmann war es wichtig, einen eher kleinen Betrieb ausgesucht zu haben. „Was bringt es den Gästen, einen Betrieb mit Tausenden von Kühen zu besuchen. Hier im Kleinen können sie sehen und lernen, wie sich erst kleine Betriebe immer weiter entwickelt haben“, so der Ehrenbürgermeister.