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Umbau durch Johannesburg Jugendgästehaus Papenburg mit barrierefreien Zimmern

Von Christoph Assies | 25.06.2016, 19:56 Uhr

Das Jugendgästehaus in Papenburg hat neue barrierefreie Zimmer. Damit reagiert das Haus, das in Trägerschaft der Surwolder Johannesburg steht, auf die steigende Nachfrage nach derart konzipierten Zimmern.

Bei einem Besuch der SPD-Stadtratsfraktion im Jugendgästehaus an der Kirchstraße berichtete Hausleiterin Sonja Tiek, man habe einen nicht ausgebauten Teil über dem Fahrradverleih zum Großteil in Eigenleistung durch die Johannesburg ausbauen lassen. „Wir hatten bisher nur zwei barrierefreie Zimmer, die aber nahezu immer ausgebucht waren“, so Tiek. Der starken Nachfrage sei man nun nachgekommen.

Insgesamt sind drei Doppelzimmer und ein Einzelzimmer barrierefrei gebaut worden. Die Einrichtung wurde dabei Tiek zufolge auf Seh- und Hörbehinderte ausgelegt. „Für Hörbehinderte sind beispielsweise Telefone in den Zimmern, die nicht nur klingeln, sondern auch blinken“, erklärte die Hausleiterin. Insgesamt verfügt das Jugendgästehaus nun mit den neuen Unterkünften über 36 Zimmer und hat Platz für insgesamt 143 Gäste.

Hauptzielgruppe sind nach Angaben von Sonja Tiek Schulklassen für Klassenfahrten. „Danach kommen aber schon Reisegruppen mit Gästen mit Behinderung und Familien, die Fahrradurlaub machen“, so die Hausleiterin. Auf dem Vormarsch seien auch kirchliche Gruppen, die oftmals in den Wintermonaten das Jugendgästehaus besuchen würden.

Franz-Josef Lensker, Geschäftsführer der Johannesburg, erinnerte im Gespräch mit den Sozialdemokraten an die Anfänge des Hauses. „Wir sind quasi von null angefangen, ohne ein Netzwerk zu haben, um das Haus zu vermarkten. In den letzten Jahren können wir aber einen kontinuierlichen Aufwärtstrend beobachten“, so Lensker. Im August feiert das Jugendgästehaus sein fünfjähriges Bestehen.

Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Peter Raske, ist die Einrichtung ein Erfolgsmodell. „Es ist gut, dass die Johannesburg mit diesem Konzept das Vorhaben umgesetzt hat“, so Raske. Das Jugendgästehaus sei ein gutes Angebot für die Stadt und sei eine tolle Anlaufstelle für Schulklassen in Papenburg. Lensker betonte, es sei nicht einfach, die Schulklassen kontinuierlich in das Haus zu bekommen, „weil sich die Haltung zu Klassenfahrten allgemein verändert“.