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Tod im Alter von 84 Jahren Spastikerhilfe Papenburg trauert um Bernard Cordes

Von Hermann-Josef Döbber und Gerd Schade | 17.06.2016, 15:32 Uhr

Die Spastikerhilfe Papenburg-Emsland trauert um Bernard Cordes. Der Gründer, langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Vereins ist am Freitag vor einer Woche im Alter von 84 Jahren verstorben.

Cordes war mehr als 40 Jahre für Menschen mit Behinderungen im Einsatz. 1973 gründete er die Spastikerhilfe Papenburg-Emsland. Ursprung des Vereins zur Förderung und Betreuung spastisch gelähmter und anderer körperbehinderter Kinder war eine Elterninitiative. Ziel des Gründers war es, Menschen mit Behinderungen größtmögliche gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Die erste Anlaufstelle des Vereins entstand in der aufgelösten Siedlungsschule Aschendorfermoor, die Geschäftsstelle im Wohnhaus der Familie Cordes am Fahnenweg.

Dem unermüdlichen Einsatz und Ideenreichtum des Gründungsvorsitzenden ist es nach den Worten des amtierenden Vereinsvorstandes zu verdanken, „dass viele Behinderte in unserer Region Freude und Hilfe erfahren durften“. Unterstützt wurde Cordes dabei von seiner Frau Margret sowie den Kindern und Enkeln. „Durch sein Wirken hat der Verein in mehr als 40 Jahren Großartiges für Behinderte im Altkreis Aschendorf-Hümmling geleistet“, heißt es seitens des Vorstandes.

Cordes, der den Vorsitz 2004 an seine Frau abgab und 2010 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde, unterstützte Menschen mit Behinderungen auch bei der Antragstellung unter anderem für Hilfsmittel, Krankenkassenleistungen und öffentlichen Zuschüssen bei behindertengerechtem Bauen. Die Vereinsarbeit wurde durch die Verlosung von Bastelarbeiten mitfinanziert.

Mehrfach wurden die Verdienste von Bernard Cordes gewürdigt. 2008 zeichnete ihn die Ems-Zeitung gemeinsam mit der Papenburger Kaufmannschaft als „Held des Alltags“ aus. 2013 wurde ihm die Ehrenmedaille der Stadt Papenburg verliehen.