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Tesla-Fahrten zu gewinnen Ideenwettbewerb zu Papenburg-Dörpener Zukunfstagen

Von Gerd Schade | 22.05.2017, 08:23 Uhr

Die ersten „Zukunfts-Tage Papenburg + Dörpen“ gewinnen weiter an Konturen. Die Organisatoren rufen zudem zur Teilnahme an einem Ideenwettbewerb auf, bei dem es unter anderem Mitfahrten in einem Tesla zu gewinnen gibt. Mitmachen kann jeder.

Zu beantworten sind folgende Fragen: Was waren die drei wichtigsten Erfindungen und Ideen der Menschheitsgeschichte? Und welche drei Dinge sollten unbedingt noch erfunden werden? Antworten sind online ab sofort per E-Mail an redaktion@ems-zeitung.de sowie über die Facebookseite unserer Redaktion möglich. Stichwort: Ideenwettbewerb Zukunftstage. Postanschrift: Ems-Zeitung, Redaktion, Am Stadtpark 35, 26871 Papenburg. Einsendeschluss ist Dienstag, 30. Mai 2017. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Namen der Gewinner werden veröffentlicht.

Bei den Zukunftstagen geht es derweil um andere Fragestellungen. Was machen Unternehmer anders als die Konkurrenz? Was braucht mein Kunde und wie mache ich mich als Unternehmer unverzichtbar? Woher kommen unternehmerische Ideen? Wer wagt den Blick über die Grenze der eigenen Branche? Was heißt Kreativität und wie lässt sie sich wecken? „Wer sich diese Fragen stellt, betreibt Innovation“, erklärt Andreas Damke. Der Projektentwickler organisiert die Zukunftstage gemeinsam mit der Stadt Papenburg und der Samtgemeinde (SG) Dörpen sowie den Wirtschaftsverbänden aus den Kommunen – genauer gesagt dem Wirtschaftsforum Papenburg und dem Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) Dörpen. Hinter dem Projekt, das es im nördlichen Emsland in dieser Form bislang noch nicht gegeben hat, steckt vor allem ein Netzwerktreffen mit Innovationsmanagement-Ansatz für Unternehmen aus der Region.

Sabrina Wendt, seit knapp einem Jahr Wirtschaftsförderin der Stadt Papenburg, zeigt sich begeistert. „Das ist genau das Format, das ich in Papenburg gern etablieren möchte“, sagt sie. Aus ihrer Sicht ist es wichtig, Unternehmen zusammenzubringen – auch um als Region auf sich aufmerksam zu machen und „echte Ansiedlungen“ in den Wirtschaftsraum zu bekommen.

Kern der Veranstaltungsreihe, die in der kommenden Woche Fahrt aufnimmt, ist eine Tagung unter dem Motto „Gute Ideen! Für Ihr Unternehmen!“ am Freitag, 2. Juni 2017, im Alten Güterbahnhof in Papenburg. Dabei werden Damke zufolge sechs Unternehmen aus Papenburg und Dörpen ihre unternehmerische Kreativität in maximal 15-minütigen Präsentationen als sogenannte „Best-Practice-Beispiele“ darlegen. Damke erwartet dazu zwischen 80 und 120 Gäste. Bislang lägen rund 60 Anmeldungen vor. Anmeldungen sind online unter www.zukunfts-tage.de möglich.

Bei der Tagung soll derweil auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Beispielhaft für Innovation und vor dem Hintergrund der Papenburg-Dörpener Bewerbung um einen Produktionsstandort für den US-amerikanischen Elektroautohersteller Tesla spielt bei den Zukunftstagen die Tesla-Technik eine wichtige Rolle. Damke will drei Tesla-Wagen nach Papenburg holen, die auf Wunsch der Tagungsteilnehmer selbst getestet werden können.

Der Wirtschaftsförderer der SG Dörpen, Heinz-Hermann Lager, betont, dass die gemeinsame Tesla-Bewerbung nur der Aufhänger sei, um sich als Wirtschaftsraum Papenburg-Dörpen zu präsentieren. „Das soll keine Eintagsfliege bleiben“, versichert Lager. Die Zukunftstage seien für die Gemeinde Dörpen eine gute Gelegenheit, sich mit ihrem großen Industrieansiedlungsflächenpotenzial ins Blickfeld zu rücken.

Ab Montag, 29. Mai 2017, will Damke für die Zehntklässler aller weiterführenden Schulen in Papenburg und Dörpen eine besondere Physik- und Technikunterrichtsstunde zum Thema Digitalisierung, neue Energien und Elektromobilität organisieren und dazu mit einem Tesla vorfahren. An die breite Öffentlichkeit richtet sich ein „Zukunfts-Erlebnisabend“ mit Livemusik am Donnerstag,1. Juni 2017, von 18 bis 22 Uhr im Arkadenhaus. In diesem Rahmen soll die erste Schnellladestation vor dem Gebäude installiert und feierlich enthüllt werden. Außerdem stehen unter anderem die Vorstellung eines Paten-Förderprogramms für Bands sowie die Preisverleihung an die Gewinner des Ideenwettbewerbs auf dem Programm.

Das Wirtschaftsforum Papenburg vertritt nach Angaben seines Vorsitzenden Carsten Röttgers mehr als 160 Betriebe – „von der Meyer Werft bis zum kleinen Kiosk“, wie er sagt. In Dörpen sind etwa 110 Mitgliedsbetriebe im HHG organisiert. Für Rainer Poll vom HHG-Vorstand bedeutet Innovation die Bereitschaft, etwas anders zu machen als alle anderen. „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“, sagt er.

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