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Streit um Brandschutzkosten Herbrumer Schützen wollen Stadt Papenburg verklagen

Von Kathleen Grüter | 13.02.2017, 16:24 Uhr

Die Mitglieder des Schützenvereins Herbrum haben bei der Generalversammlung beschlossen, eine Klage gegen die Stadt Papenburg anzustreben. Grund ist ein Streit wegen hoher Brandschutzkosten während des Schützenfestes.

Der Wunsch zu einer außergerichtlichen Einigung stehe aber weiterhin an erster Stelle, betonte der Vorsitzende Michael Niehaus bei der Versammlung mehrfach.

Wie mehrfach berichtet, wurde die Mehrzweckhalle in Herbrum schon 2013 wegen baulicher und Sicherheitsmängel für Ball- und Laufsportarten gesperrt. Für das zweitägige Schützenfest in der Mehrzweckhalle muss der Schützenverein nach eigenen Angaben Brandschutzkosten in Höhe von 1700 Euro bezahlen. Laut einem Rechtsgutachten, das bereits Anfang 2016 erstellt wurde, könne diese Summe von der Stadt Papenburg zurückgefordert werden. „Die Erstattung der Kosten für die Jahre 2015 und 2016 wurde von der Stadt abgelehnt“, berichtete Niehaus.

Anwalt eingeschaltet

Gleichzeitig wollte der Verein zusammen mit der Stadt Papenburg auch eine Regelung für die Zukunft treffen. Daraufhin habe sowohl der Vorstand als auch der eingeschaltete Anwalt versucht, Gespräche mit der Verwaltung aufzunehmen, was jedoch bislang zu keinem Ergebnis geführt habe. Auf erneute Anfragen habe es keine Antwort gegeben. „Wir sind immer noch offen für eine außergerichtliche Klärung, aber wir werden andernfalls den Weg zur Klage einleiten“, sagte Niehaus.

Dieser Vorschlag wurde von allen anwesenden Mitgliedern des Schützenvereins angenommen.

Sinkendes Interesse am Schützensport

Auf das vergangene Vereinsjahr blicke Niehaus mit gemischten Gefühlen zurück. Besorgniserregend sei dabei an erster Stelle besonders die unklare Zukunft des Schützenfestes in der Mehrzweckhalle. Außerdem gebe es sowohl ein sinkendes Interesse am Schützensport als auch am Königsschießen. „Wir aus dem Vorstand haben alles versucht, aber für das Schützenfest 2017 ist noch kein Anwärter in Sicht“, machte Niehaus deutlich.

Das Highlight 2016 sei aber dennoch das Schützenfest gewesen, das von den Besuchern auch weiterhin gut angenommen werde. „Das macht uns Mut und Hoffnung“, sagte Niehaus. Außerdem gebe es eine positive Entwicklung der uniformierten Schützenbrüder. 18 neue Kameraden kauften demnach in den vergangenen zwei Jahren eine Uniform.

Zwei neue Vorstandsmitglieder

Nach langjähriger Tätigkeit wurden Stefan Reiners und Bernd Gerdes aus dem Vorstand verabschiedet. Ihre Ämter übernehmen die neugewählten Schützenbrüder Jens Bruns und Matthias Abeln.