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Neuer UBF-Vorstoß nach schwerem Unfall Stadt Papenburg lehnt Stoppschild-Forderung an Umländerwiek ab

Von Gerd Schade | 01.02.2019, 09:22 Uhr

Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Umländerwiek in Papenburg erneuert die Stadtratsfraktion UBF-Plus ihre Forderung nach einem Stoppschild für den Spillmannsweg im Einmündungsbereich zur Umländerwiek. Die Stadtverwaltung lehnt das Ansinnen nach wie vor ab.

„Nur ein Stoppschild kann die notwendige Verkehrssicherheit für alle Beteiligten, gerade hier auch Schulkinder, sicherstellen“, erklärt UBF-Plus-Fraktionsvorsitzender Gerhard Schipmann die Forderung nach einer Verkehrsberuhigung an der Einmündung. Nach Auffassung seiner Fraktion haben sich in dem Bereich in den vergangenen zwölf Monaten mehrfach Verkehrsunfälle ereignet.

Stadtverwaltung "befremdet"

Den ersten Antrag, er datiert vom 1. Juni 2018, hat das Ordnungsamt der Stadt in einem Schreiben vom 12. November abgelehnt. „Mit Befremden“ nimmt die Stadtverwaltung die Darstellungen der UBF-Plus-Fraktion zum Unfallgeschehen und zur vermeintlichen -häufung in dem Bereich zur Kenntnis. „Diese treffen nicht zu“, erklärt Stadtsprecher Heiko Abbas auf Anfrage.

Polizei registrierte zwei Unfälle seit 2014

Wie er weiter ausführt, sei der Unfall zum Anlass genommen worden, in Rücksprache mit der Polizei zu prüfen, ob sich in puncto Verkehrssicherheit seit dem ersten Antrag etwas geändert habe. Ergebnis: Die Auswertung der polizeilich registrierten Unfälle decke sich nicht mit den Angaben aus dem Antrag. Eine Auswertung aller Unfälle seit 2014 an dem Knotenpunkt habe ergeben, dass es 2014 zu einem Unfall (ohne Verletzte) und am vergangenen Sonntagmorgen zu dem Unglück mit zwei Verletzten gekommen sei.

Zwei Autofahrerinnen verletzt

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei war eine 32-jährige Frau mit ihrem Pkw vom Spillmannsweg auf die Umländerwiek rechts eingebogen. Dort stieß sie mit dem Wagen einer 66-Jährigen zusammen, die in Richtung Johann-Bunte-Straße unterwegs war. Die 32-Jährige hatte laut Polizei offensichtlich die Vorfahrt missachtet. Warum, sei bislang unklar. Die 32-Jährige wurde schwer, die 66-Jährige leicht verletzt.

Stadt will prüfen

„Es ist bedauerlich, dass der Unfall geschehen ist. Wir hoffen, dass es den Unfallbeteiligten den Umständen entsprechend gut geht“, betont Abbas. Nach seinen Worten werden Ordnungsamt und Polizei nach Auswertung des Unfallhergangs prüfen, „ob weitere verkehrssichernde Maßnahmen sinnvoll bzw. erforderlich sind“. Dabei werde unter anderem auch geprüft, ob zum Beispiel eine andere Vorfahrtsregelung in Betracht komme.

"Vorhandene Beschilderung ausreichend"

Das UBF hatte beim ersten Antrag die Aufstellung eines Stoppschildes und eines Gefahrenzeichens „Kinder“ sowie eine Teilaufpflasterung gefordert. Das Ordnungsamt habe den Antrag in Zusammenarbeit mit der Polizei geprüft und abgelehnt. Die Behörden sehen „die vorhandene Beschilderung als verkehrsgerecht und damit ausreichend“ an.