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„So mutig und stark wie David“ Kinderkrippe der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Papenburg offiziell eingeweiht

Von Eva Voß | 16.09.2011, 16:24 Uhr

Seit kurzer Zeit ist die neue Kinderkrippe der Kindertagesstätte (Kita) St. David in Papenburg in Betrieb. Gesternam Freitag wurde sie in einer Feierstunde nun auch offiziell eingeweiht.

Dazu hatten die Kita-Kinder gemeinsam mit Pastor Johannes Treblin, der das Stück auch erarbeitet hat, und Erzieherin Sigrid Semke das Singspiel „Der mutige, junge David“ eingeübt.

Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste in der Erlöserkirche durch Pastor Sebastian Borghardt führte der Hirte David seine Schäfchen auf die Weide. Hier wurden sie von einem Wolf, einem Löwen und einem Bären angegriffen. Aber der mutige David verteidigte seine Herde. Zu Gast bei König Saul verzauberte David ihn durch sein Harfenspiel und besiegte den großen Goliath mit seiner Steinschleuder. „Für unsere Kinder wünschen wir uns, dass alle so mutig, stark und freundschaftlich sind, wie David“, sagte Treblin im Anschluss.

„Diese Krippe ist ein weiterer Baustein im breit gefächerten Angebot in frühkindlicher Bildung im Landkreis Emsland“, befand Ursula Mersmann in ihrer Ansprache. Sie war gleich in zweifacher Funktion anwesend. Zum einen ist Mersmann Mitglied im Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Papenburg, zum anderen war sie als Vorsitzende des Kreissozialausschusses anwesend.

Bisher seien die unter dreijährigen Kinder in der Kita in altersübergreifenden Gruppen untergebracht gewesen, aber der Bedarf sei so stark gestiegen, dass der Bau einer Krippe notwendig geworden sei. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spiele heute eine große Rolle. Aufgabe des Landkreises sei es auch in Zukunft, auf die Bedürfnisse von jungen Eltern zu reagieren. In Hinsicht auf Krippen sei das Emsland mittlerweile gut aufgestellt, eine Versorgungsquote von 28 Prozent sei erreicht, zudem befänden sich noch einige Krippen im Bau. Noch 2007 habe die Versorgungsquote lediglich 6,7 Prozent betragen. Dem stimmte auch der Bürgermeister der Stadt Papenburg, Jan Peter Bechtluft, zu. Bei der Einrichtung von Krippen gehe es vor allem um zwei Dinge: zum einen um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zum anderen darum, für alle Kinder eine Chancen- und Bildungsgleichheit zu schaffen. Egal, aus welchen Familienverhältnissen sie kommen.

Grußworte und Glückwünsche überbrachten außerdem Uwe Hill als stellvertretender Superintendant des Kirchenkreises Emsland- Grafschaft Bentheim, Christopher Trouw von der Psychologischen Beratungsstelle Papenburg und Dorothee Klapperich als Vorsitzende des Elternbeirates. Ihr Dank galt vor allem den Erzieherinnen, „die großartige Arbeit leisten, nicht nur während der Bauphase“.

Eine Überraschung hielt Kita-Leiterin Gisela Pohl bereit. Die Kita-Ausschussvorsitzende des Kirchenkreises, Christine Neuenstein, bekam für ihr „herausragendes Engagement“ während der Bauphase einen Baum „des ewigen Lebens“.

Insgesamt hat die Krippe, die als Neubau an die Kita angesiedelt wurde, etwa 288000 Euro gekostet. Der Bau wurde nach den Plänen des Architekten und beratenden Ingenieurs Freerk Leemhuis erstellt. Entstanden sind ein Schlafraum, ein Bewegungsraum, ein Sanitärbereich, Garderobe und ein Gruppenraum. Zudem entsteht im Außenbereich der Krippe ein neuer Spielplatz.

Einen Anteil von 217500 Euro hat das Land Niedersachsen übernommen, jeweils 4500 Euro steuerten die Stadt Papenburg und der Landkreis bei, jeweils fast 30000 Euro hat der Kirchenkreis und die Kirchengemeinde zugeschossen. 5000 Euro wurden durch Spenden gedeckt.