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Schulzeit erfolgreich beendet Hunderte Abiturienten in Papenburg und Sögel

Von Anna Heidtmann | 22.06.2016, 18:59 Uhr

Mit dem Start in die Sommerferien haben mehrere Hundert Abiturienten der Gymnasien im nördlichen Emsland ihre Hochschulreife in der Tasche.

llein am Hümmling-Gymnasium in Sögel bestanden 113 Abiturienten die Prüfungen. 13 Schüler erreichten einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Jahrgangsbester ist Henning Kleymann (1,0).

„Wake me up, when it’s all over“, lautete das Motto das Motto des Sögeler Abi-Jahrgangs 2016. Dass mit dem Abitur jedoch nicht alles vorbei ist, sondern für die jungen Menschen jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Schulelternrats, Ralf Korte, in seinem Grußwort zum Festakt der Feierlichen Zeugnisübergabe. „Die Vielfalt der Möglichkeiten macht dabei ein Richtungsentscheiden nicht einfacher“, sagte Korte. Er wünschte jedem Einzelnen das für ihn passende Tempo, mit dem die Abiturienten die nächsten Schritte auf dem Weg zum Erwachsenwerden angehen werden.

Erwachsensein genießt nach den Worten von Schulleiter Manfred Rojahn bei der Jugend jedoch keinen guten Ruf. Nicht nur der Wunsch der Heranwachsenden nach Bequemlichkeit oder deren Angst vor dem Erwachsenwerden, das mit Begriffen wie Verantwortungs- und Leistungsdruck, Stress oder auch quälender Sinnleere verbunden werde, seien für diese Entwicklung verantwortlich. Dazu zählte Rohjahn auch ein zu langes Verweilen der Kinder im Elternhaus sowie eine übergroße Fürsorglichkeit von Mutter und Vater. Obwohl die Eltern es immer gut meinten, sei die Wissenschaft sich darin einig, dass Kinder, die überbeschützt aufwachsen, weniger in der Lage sind, Selbstvertrauen und Unabhängigkeit zu entwickeln. „Die Welt in ihrem Reichtum und in ihrer Schönheit können wir erst erschließen, wenn wir unsere Eltern mit allem Respekt zurücklassen“, betonte Rojahn.

Die Schüler könnten zu Recht stolz auf das bisher Erreichte sein. Doch so schön es auch sei, sich nach getaner Arbeit auszuruhen, umso wichtiger sei es, den Absprung nicht zu verpassen und etwas Neues zu wagen. „Ich wünsche mir, dass es mir und meinen Kollegen gelungen ist, in all den Jahren nicht nur Fachwissen zu vermitteln“, sagte der Schulleiter. Ebenso wichtig sei es, Fakten richtig einordnen zu können, sie kritisch zu hinterfragen und den eigenen Standpunkt nach außen hin zu vertreten. Der Schritt nach vorne in eine Ausbildung oder in ein Studium bringe Veränderungen mit sich und erfordere von den jungen Menschen viel Kraft. Doch trotz all dieser persönlichen Herausforderung sei es wichtig, auch einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich für unsere Gesellschaft einzusetzen.

An den Berufsbildenden Schulen Papenburg erreichten 146 Absolventen des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft, Technik (mit den Schwerpunkten Mechatronik und Informationstechnik) sowie Gesundheit und Soziales (mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege) ihr Ziel. „Durch die Hochschulreife stehen diese jungen Menschen sprichwörtlich alle Türen offen“, betont Peter Peters, Schulleiter der BBS (Technik und Wirtschaft)

Die zwölf erfolgreichsten Absolventen fanden spezielle Würdigung im Rahmen der Abschlussfeier, denn sie können eine Abschlussnote mit einer 1 vor dem Komma vorweisen.+ Als Jahrgangsbeste schloss Anna Gerdes ab. Erstmals wurden zudem Exzellenzabiturzertifikate „EBBD“ (European Business Baccalaureate Diploma) vergeben. Neun Schüler erhielten das Zertifikat, das sie zum Studieren, Arbeiten und Leben in Europa speziell qualifiziert: Ivonne Bruns, Heike Grol, Sara Kersten, Linda Läken, Sarah Läken, Nadine Langen, Anne Rosa Langen, Diana Maier und Andrea Müller.