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Roter Faden: Ilka Abeln im Porträt Zum Frisör geht es zurück nach Ostfriesland

Von Mirco Moormann | 10.12.2015, 20:34 Uhr

Seit 1998 arbeitet die gebürtige Emderin Ilka Abeln in Seit 2006 lebt sie in der Kanalstadt, allerdings fährt die 41-Jährige zu bestimmten Anlässen gern wieder zurück in die Heimat.

Positiv denken – das sei schon immer ihr Motto gewesen, sagt Ilka Abeln. Als sie mit Anfang 20 nach Papenburg kam und eine Stelle bei der Commerzbank antrat, hat ihr dieser Leitgedanke bei der Bewältigung einer speziellen Aufgabe geholfen. „Ich bin für die internationalen Kunden zuständig“, sagt Abeln. So kam es, dass heute in ihrem Papenburger Büro genauso viel Englisch wie Deutsch gesprochen wird. „Mach mal“ habe man damals zu ihr gesagt, als sie die Stelle antrat. Und sie hat es gemacht.

Noch heute hat die 41-Jährige täglich mit Menschen aus Skandinavien, den USA, aus England oder Italien zu tun, die hier in der Region leben und arbeiten. Mittlerweile spricht sie fließend Englisch, auch die Notizen während der Telefonate werden selbstverständlich auf in englischer Sprache zu Papier gebracht. Sogar auf einem Flug von den Vereinigten Staaten nach Hause wurden die Flugbegleiter auf Englisch angesprochen. „Ich war so drin in der Sprache, da habe ich ganz vergessen, dass die auch Deutsch können“, meint die Bankkauffrau und lacht.

Ohne ihre Parole, offen auf neue Dinge zuzugehen, hätte sie vielleicht einen anderen Weg eingeschlagen. „Eine negative Haltung führt nie zu einem positiven Leben“, sagt die gebürtige Emderin. Und den Weg, den sie bisher gegangen ist, bereut sie auch nicht – beruflich wie privat.

Schließlich hat sie in Papenburg ihren Ehemann kennengelernt und einen neuen Freundeskreis aufgebaut. Das Klischee der rivalisierenden Ostfriesen und Emsländer gibt es für Abeln nicht. „Ich fühle mich hier wohl, Papenburg ist zu meiner Heimat geworden“, sagt sie. Dennoch sei sie auch regelmäßig in der Heimat anzutreffen. Selbstverständlich werden die Familie und die alten Freunde in Emden besucht. Und es gibt noch einen weiteren Grund für Abeln, nach Emden zu fahren. „Meine Frisörin lebt noch dort“, sagt sie. Einen adäquaten Ersatz habe sie im Emsland noch nicht gefunden. Zudem gehe sie seit Kindestagen zu dieser Frisörin und wolle dies auch erst mal nicht ändern, meint die 41-Jährige.

 David Seidel nimmt als Nächster den roten Faden auf.