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Preisverleihung im Arkadenhaus Zukunftstage Papenburg-Dörpen: Mit „Knickrasen“ zum Sieg

Von Gerd Schade | 02.06.2017, 08:12 Uhr

Der Hauptpreis des Ideenwettbewerbs im Rahmen der ersten Papenburg-Dörpener Zukunftstage geht an die Familie Silvia und Jens Walker aus Derweil erreicht die Veranstaltungsreihe in Form eines Netzwerktreffens für Unternehmen am Freitag, 1. Juni 2017, ihren Höhepunkt.

Bei der Preisverleihung bei einem „Zukunfts-Erlebnisabend“ am Donnerstagabend im Arkadenhaus freute sich Silvia Walker sichtlich über den Hauptgewinn, ein NOZ-Jahresabo „Digital-Premium“ inklusive iPad Air 2 – also das digitale Komplettpaket der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) mit Zugriff auf www.noz.de, Abendmagazin, E-Paper und Endgerät. Familie Walker hatte bei dem Wettbewerb nach Auffassung der Jury die innovativste und originellste Idee kreiert: „Knickrasen“. Gemeint ist damit ein Rasen, der nach einer bestimmten Höhe waagerecht wächst, sodass man ihn nicht mähen muss. Für den Ideenwettbewerb waren Fragen nach den drei wichtigsten Erfindungen der Vergangenheit sowie für die Zukunft zu beantworten.

Platz zwei ging an Johanne Santen. Die Dörpenerin gewann ein professionelles Körpersprache-Training für einen Tag. Ihr Vorschlag nach einer Erfindung von Medikamenten gegen resistente Keime und Viren kam bei den Juroren um den Organisator der Zukunftstage, Andreas Damke, besonders gut an. Über den dritten Preis, ein Sonntagsbrunch für vier Personen im Arkadenhaus, freut sich Wilhelm Hinrichs. Der Berufsschullehrer aus Sögel wünscht ein Heilmittel gegen Krebs, das Unschädlichmachen von Atommüll und einen Simultan-Sprachübersetzer fürs Ohr.

Zeigen, was man kann

Unter den weiteren Teilnehmern wurden Mitfahrten in einem Modell des US-amerikanischen Elektroautoherstellers Tesla verlost. Die Spritztouren für noch denselben Abend gingen an Irmgard Sabelhaus, Tsvetelina Konova (in Vertretung für Dennis Sabelhaus), Christa Berens, Monika Eilers und Rainer Vahle.

Tesla, genauer gesagt die gemeinsame Bewerbung von Papenburg und Dörpen um einen Batterie-Produktionsstandort, war auch die Initialzündung für die Zukunftstage. Damke hat in diesem Zusammenhang festgestellt, dass es „wahnsinnig viele innovative Unternehmen“ in der Region gebe. Viele davon seien sogenannte Hidden Champions (heimliche Gewinner oder unbekannte Weltmarktführer). „Sie sollen zeigen, was sie können“, sagt Damke. Innovation bedeute, etwas zu tun, um mit Mut, Herz und Verstand neue Ideen zu entwickeln und sie dann auch umzusetzen. Wie das funktionieren kann, wird am Freitag unter anderem anhand mehrerer Beispiele von Unternehmern im Alten Güterbahnhof aufgezeigt.

Vorgestellt wurde am Abend indes ein Paten-Förderprogramm für regionale Bands wie „Free Colours“ und „Erdkern“, die im Verlauf der Veranstaltung Kostproben ihres Könnens darboten. Mithilfe des Musikers Victor Stanley als Mentor, der einst in der Band von Joe Cocker spielte, sowie eines gemeinnützigen Vereins können Unternehmen fördernde Patenschaften für junge Musiker übernehmen.