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Penthouse-Suite über 73 Quadratmeter So sieht die von der Meyer Werft gebaute „AIDAnova“ aus

Von Christoph Assies | 19.10.2017, 17:18 Uhr

Noch ist von dem neuen Kreuzfahrtschiff „AIDAnova“ auf der Meyer Werft in Papenburg nicht viel zu sehen. Die Rostocker Reederei AIDA Cruises stellt in ihrem neuen Katalog schon einige Highlights ihres neuen Flaggschiffes vor. Dazu gehört zum Beispiel ein „Beach Club“ mit einem Foliendach. Unserer Redaktion liegen grafische Ansichten vor.

Die Papenburger Schiffbauer leisten derzeit in ihrem Dock in der 504 Meter langen Schiffbauhalle Pionierarbeit in der Kreuzfahrtbranche. Die „AIDAnova“ wird das erste Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit dem umweltfreundlichen Flüssigerdgas (LNG) angetrieben wird. Zugleich wird der Ozeanriese, der im November kommenden Jahres abgeliefert werden soll, mit einer Kapazität von 2500 Passagierkabinen und einer Bruttoraumzahl von 183.900 über 20 Decks das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff sein.

In ihrem neuen Katalog hat die Rostocker Reederei AIDA Cruises nun erste Ansichten veröffentlicht, die zeigen, wie auf der Meyer Werft das Innere der „AIDAnova“ gestaltet wird. Obwohl mit einem „Beach Club“ unter einem speziellen Foliendach, unter dem konstant frühlingshafte Temperaturen herrschen und dem „Four Elements“ mit Wasserrutschen und Klettergarten, Bestandteile aufgegriffen werden, die bei den auf der japanischen Mitsubishi-Werft gebauten Schwesterschiffen „AIDAprima“ und „AIDAperla“ eingeführt wurden, gibt es auch einige Neuerungen an Bord.

16 Restaurants und 17 Bars

Insgesamt stehen den Passagieren an Bord 16 Restaurants, eine Street-Food-Meile und 17 Bars zur Verfügung. Für die Gestaltung des Ozeanriesen ist das Hamburger Büro von Partner Ship Design verantwortlich. Mit den Architekten, die auf die Einrichtung von Kreuzfahrtschiffen spezialisiert sind, haben die Meyer Werft und die Reederei schon zwischen 2007 und 2013 zusammengearbeitet, als in Papenburg mit den Schiffen der „Sphinx-Klasse“ die mittlere Schiffsgeneration entstand. Die Designer haben jetzt unter anderem mit dem Fischrestaurant „Ocean´s“ ein Spezialitäten-Restaurant entworfen, das in den Blautönen des Meeres leuchtet. Mit Multimediaprojektionen von vorbeiziehenden Fischschwärmen, sollen sich die Gäste wie im Meer fühlen und dabei Fisch und Meeresfrüchte genießen.

 (Weiterlesen: AIDA schickt erstes Modul der „Aida Nova“ auf Reise nach Papenburg) 

Andere optische Eindrücke bekommen Kreuzfahrtgäste im „Time Maschine Restaurant“, das über einen Fahrstuhl erreicht werden soll. Nach Angaben der Reederei soll sich in diesem Restaurant im Stil einer Zeitmaschine „alles drehen und bewegen“. Die ersten Ansichten lassen eine Dinner-Show vermuten, da sich in der Mitte eine kleine Bühne befindet.

Eigene Eisherstellung und Starbucks-Kaffee

17 Bars könnten an Bord der „AIDAnova“ dafür sorgen, dass die Straßencafés im jeweiligen Kreuzfahrthafen nebensächlich werden. In einer Eisbar stellt AIDA nach eigenen Angaben später das Eis selbst her und lässt sich dabei von Sorten von der ganzen Welt inspirieren. Gemeinsam mit dem Kaffeeproduzenten und Franchisegeber Starbucks aus den USA wird auf der „AIDAnova“ im „Café Mare“ das erste Starbucks-Café auf hoher See betrieben. Der Trend, mit bekannten Marken zusammenzuarbeiten, besteht in der Kreuzfahrtbranche schon seit Längerem. Branchenkonkurrent TUI Cruises arbeitet beispielsweise bereits seit 2009 mit der Sylter Gosch-Fischrestaurantkette zusammen.

Für die Unterbringung der Passagiere auf der „AIDAnova“ entstehen beim Papenburger Kabinenbauer Ems PreCab Innen- Außen- und Balkonkabinen sowie erstmals auf einem AIDA-Kreuzfahrtschiff spezielle Kabinen für Alleinreisende. Auf zwei Decks wird sich die einzige 73 Quadratmeter große Penthouse-Suite der „AIDAnova“ mit Panoramafenstern erstrecken. Hinzukommt ein 20 Quadratmeter großes Sonnendeck.

Ems-Überführung im September 2018

Mitte August 2018 soll die „AIDAnova“ ausgedockt werden und Mitte September 2018 die Meyer Werft über die Ems verlassen. Im Winter 2018/ 2019 können dann Passagiere das Schiff auf Kreuzfahrten um die Kanarischen Inseln testen.

 (Weiterlesen: „AIDAnova“ auf der Meyer Werft in Papenburg auf Kiel gelegt)