Ein Artikel der Redaktion

Papenburg Die Qual der Wahl

13.07.2009, 22:00 Uhr

Das letzte Zeugnis ist ausgehändigt, das letzte Sektglas ausgetrunken – das Abitur ist über- und bestanden. Was kommt nun? Drei Papenburger Abiturienten berichten über ihre Zukunftspläne und zeigen damit auf, wie unterschiedlich Lebenswege aussehen können.

„Nach dem Abitur stehen einem viele Türen offen, manchmal jedoch zu viele“, erklärt Farina Stockamp, Abiturientin des Gymnasium Papenburg. „Ich wusste nicht genau, was das Richtige für mich sein sollte: FSJ, FÖJ, Aupair, Work and Travel, sofort studieren oder doch erst eine Ausbildung machen? Letzteres schloss ich zwar für mich aus, aber dennoch blieb mir die Qual der Wahl.“

Sie hat aber letztlich doch einen Weg aus dem Angebotsdickicht gefunden. Sie wird für drei Monate nach Rochefort in Frankreich gehen, um dort ein Praktikum zu machen. „Anfänglich wollte ich ein Jahr nach Tunesien, aber es scheiterte an der Organisation. Nun habe ich mich für ein Praktikum entschieden, weil es die entstandene Lücke zwischen Abitur und Studium am sinnvollsten schließt“, sagt Farina Stockamp.

Bei Kathrin Schulte, ebenfalls Abiturientin des Gymnasiums Papenburg, gestaltete sich dieser Entscheidungsprozess deutlich leichter: „Ich habe zufällig einen Zeitungsartikel über Freiwillige Dienste im Ausland gelesen und mich prompt bei einer bekannten Organisation beworben.“ Nun geht es Mitte August nach Ghana. Sie wird dort in der Stadt Kumasi an einer Schule unterrichten.

Seine Heimatverbundenheit gab indes für Matthias Mescher den Ausschlag. Der Abiturient leistet seinen Zivildienst in Papenburg ab. „Das beschauliche norddeutsche Leben reizt mich, ich verspüre noch nicht den Drang, in die weite Welt reisen zu müssen. So werde ich nach meinem Zivildienst wahrscheinlich in Lübeck studieren“, verrät der Abiturient seine Pläne für die Zukunft.