Ein Artikel der Redaktion

Papenburg "An den Papenburger Haltestellen spiegelglatt"

18.12.2002, 23:00 Uhr

"Wir müssen als Busfahrer die Kinder sicher zur Schule bringen." Gerhard Spielvogel kutschiert mit seinem vierachsigen Doppeldeckerbus jeden Tag 90 bis 100 Schüler vom Hümmling nach Papenburg. Auf die Stadt Papenburg ist er jedoch gar nicht gut zu sprechen: ,,Gerade an den Bushaltestellen am Obenende sind die Fahrabahnen in den letzten Tagen spiegelglatt."

Der Fahrer vom Busunternehmen Fischer fürchtet um die Sicherheit seiner Fahrgäste. Trotz ,,angepasster Geschwindigkeit" sei es in den vergangenen Tagen zu mehreren gefährlichen Situationen gekommen. So beginnt Gerhard Spielvogel morgens seine Tour in Esterwegen. ,,Dort sind die Straßen schon früh morgens super gestreut!" Dieselbe Erfahrung habe er auch im benachbarten Westoverledingen machen können.

Seine Route führt dann weiter über die Lüchtenburg und Umländerwiek ins Papenburger Stadtgebiet. ,,Hier wird nur an den Brücken gestreut. An den Bushaltstellen ist es spiegelglatt", so die Erfahrung des Busfahrers. So sei sein Doppeldecker bereits mehrfach ins Rutschen gekommen. ,,Der Bus meiner Kollegin kam ebenfalls ins Rutschen. Das Heck brach in Richtung einer Gruppe wartender Kinder aus." Zum Glück sei nichts passiert. Nach Einschätzung des Mitarbeiters des Busunternehmens müsste die Stadt endlich ihrer Streupflicht nachkommen.

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte Stadtpressesprecher Josef Franke, dass sich die Mitarbeiter der ,,Stadt grundsätzlich nur die gefährlichen Punkte wie die Brücken" vornehmen. Gerade an den letzten drei Tagen sei jedoch an den gesamten Straßen entlang der Kanäle gestreut worden. ,,Wir wissen um die Gefahr dieser abschüssigen Fahrbahnen", so Franke weiter.

In einer Pressemitteilung weist die Stadt Papenburg zudem darauf hin, dass sie die Streukästen im Stadtgebiet ausschließlich für ihre Mitarbeiter aufgestellt habe. Es sei in den letzten Tagen verstärkt festgestellt worden, dass auch Bürger sich an diesen Streukisten bedient hätten. Dazu die Stadtverwaltung: ,,Die ist nicht statthaft und kann nicht geduldet werden."