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Neuntklässlerin ergreift Initiative Aschendorfer Schüler übergeben Kleiderspenden

Von Gerd Schade | 02.05.2016, 19:45 Uhr

Mehrere Kartons mit Kleiderspenden haben Schüler der Aschendorfer Heinrich-Middendorf-Oberschule an den Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) Papenburg übergeben.

Die Idee zu der Aktion hatte Doreen Ludwig. Die 14-Jährige aus der neunten Klasse hatte alle ihre rund 250 Mitschüler aufgefordert, ein Kleidungsstück zu spenden. Doch dabei blieb es nicht. „Einige haben auch mehr gegeben“, sagte Ludwig am Montag bei der Übergabe der Kartons in der Schulaula. Auf diese Weise kamen mehrere Hundert Kleidungsstücke zusammen.

SKFM-Geschäftsführer Norbert Schmidt fand lobende Worte für das Engagement der Schüler, aber auch des Lehrerkollegiums. „Schön, dass an dieser Schule so viel soziale Kompetenz vermittelt wird“, sagte Schmidt, als er die Spende entgegennahm. Im vergangenen Oktober hatten die Schüler innerhalb von drei Wochen eine Tonne Lebensmittelspenden für die Papenburger Tafel organisiert, die im nördlichen Emsland sechs Ausgabestellen betreibt (Papenburg, Aschendorf, Dörpen, Sögel, Werlte und Esterwegen). Die Tafel versorgt regelmäßig rund 3400 Menschen mit geringem Einkommen. In der vergangenen Woche hat die Ausgabestelle in Aschendorf erstmals an ihrem neuen Standort im früheren Zweirad-Geschäft Menken ihre Pforten geöffnet. Dort wird künftig auch die Aschendorfer Filiale des Sozialen Kaufhauses des SKFM eingerichtet sein. Es wird dort erstmals am Dienstag, 10. Mai 2016, von 15 bis 17 Uhr öffnen. Zuletzt aktuell besonders benötigt wurden Kinder- und Herrenbekleidung, Fußball- und Sportschuhe jeweils in allen Größen und gut erhalten sowie ebenfalls noch intaktes Geschirr.

Die Kleiderspendenübergabe in der Heinrich-Middendorf-Oberschule erfolgte im Rahmen der wöchentlichen Morgenversammlung der Schule. In der Regel zu Beginn einer neuen Unterrichtswoche versammeln sich vom Schüler bis zum Hausmeister alle gemeinsam in der Aula, um die wichtigsten Dinge zu besprechen. Sie bildet nach Angaben von Schulleiter Claus Huth die Kommunikationsplattform der Schule. Huth hat das Instrument aus Südafrika mitgebracht, wo er fast sieben Jahre als Lehrer an der Deutschen Schule Pretoria tätig war . Ziel ist es, die Schulgemeinschaft zu fördern und das Selbstverständnis der Bildungseinrichtung zu entwickeln.

 (Weiterlesen: Aschendorfer Schule schwört auf Morgenversammlung)