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Neues Konzept bei Sitzungen Papenburger Narren wollen stärker auf Jugend setzen

Von Dirk Hellmers | 16.06.2016, 13:33 Uhr

Der Papenburger Carnevals Verein (PCV) will das Konzept für die Narrensitzungen verändern. Das hat Sitzungspräsidentin Andrea Lindemann auf der Generalversammlung des Vereins verkündet. Vorsitzender Wolfgang Heyen sorgt sich indessen um den Nachwuchs.

„Von den 630 Mitgliedern sind nur zehn Prozent unter 18 Jahren“, erklärte Heyen. Eine Zahl, die nicht ganz in die positive Bilanz des Vereins passte. Mit der Ausgabe des Narrenjournals zur 22. Session seien indes gute Einnahmen erzielt worden und damit stehe der Verein mit einem guten Plus da. Auch der erstmalige Verkauf der Eintrittskarten über Papenburg Kultur sei gut angelaufen. Etwa jedes dritte Ticket wurde über das Internet bestellt. Mehr als 1200 Gäste hatte der Verein an den vier Abenden. Mit 381 Besucherinnen führt die Damensitzung knapp vor der Prunksitzung und der Gerd-Bliede-Gala.

Nachwuchsarbeit im Fokus

„Wir genießen eine hohe Anerkennung in Niedersachsen von Karnevalsprofis“, erklärte Heyen. „Aber was bringt das, wenn wir irgendwann zu alt für die Bühne sind?“ In naher Zukunft solle es einen Workshop gegeben, indem die Neuaufstellung des Vereins ausgearbeitet werden soll. Die Nachwuchsarbeit solle eines der Themen sein.Einige Veränderungen sollen die Sitzungen im Winter erfahren. „Wir klauen uns gegenseitig das Publikum“, erklärte Sitzungspräsidentin Lindemann. Die Programmpunkte sollen sich bei den vier Sitzungen künftig stärker unterscheiden. Bislang hatte nur die Damensitzung zusätzliche und andere Programmpunkte. Nach der Generalprobe am Donnerstag (16. Februar 2017) soll die Gerd-Bliede-Gala (Freitag, 17. Februar 2017) wieder zu einer richtigen Gala werden. „Da wollen wir auch wieder mehr Büttenreden haben“, sagt Lindemann.

Beim Moderieren steht ihr dieses Mal auf der Gala der ehemalige Gerd-Bliede-Preisträger Ludger Abeln zur Seite. Der TV-Moderator wurde 2012 von den Narren ausgezeichnet. Am Samstag solle alles lockerer sein. „Das soll eine richtige Partysitzung werden“, so Lindemann. Ähnlich wie die Damensitzung bereits gefeiert wird. Vorsitzender Heyen unterstützt die Änderungen. „Wir müssen für die breite Öffentlichkeit interessanter werden.“ Auch das soll Thema des kommenden Workshops werden.

Zugmarschall Bernd Hinrichs setzte sich das Ziel, den Umzug am 26. Februar 2017 mit 100 Wagen und Gruppen zu starten. Zudem wolle er in diesem Jahr alle Wagenbauer besuchen.

Neuer Geschäftsführer

Mit der Generalversammlung hat sich auch im Vorstand etwas getan. Da Bernd König nicht weiter als Geschäftsführer zur Verfügung stand, wurde Ludger Vischedyk als sein Nachfolger gewählt. Eine kleine Rochade gab es um Rainer Poel, der als Schatzmeister nicht weiter zur Verfügung stand und das Amt des Beisitzers von Bernd Walker übernahm. Neue Schatzmeisterin ist die aktuelle Prinzessin Ilonka Pallentin-Wienke.