Ein Artikel der Redaktion

Mehrere Attraktionen an Bord Surfen auf neuem Meyer-Schiff „Quantum of the seas“

Von Christoph Assies | 23.07.2014, 17:52 Uhr

Auf der Papenburger Meyer Werft wird mit der „Quantum of the seas“ derzeit an einem sogenanntem „Fun-Ship“ gebaut. Der Ozeanriese für die US-Reederei Royal Caribbean (RCL) verfügt über viele Attraktionen, die Gäste gezielt anlocken sollen. Mit dem „Flowrider“ ist jetzt ein Surfsimulator für das Kreuzfahrtschiff auf der Werft eingetroffen.

Am 2. August wird das 348 Meter lange und 41,4 Meter breite Kreuzfahrtschiff voraussichtlich die überdachte Baudockhalle der Meyer Werft verlassen. Auf 18 Decks haben künftig 4180 Passagiere viele Möglichkeiten, ihren Urlaub an Bord ganz individuell zu gestalten.

Den „Flowrider“, der per Schiff über Leer nach Papenburg kam, verkauft eine Firma aus dem US-Bundesstaat Kalifornien auch an verschiedene Freizeitparks und Hotelanlagen. Bereits auf sechs Schiffen der Reederei gibt es die Anlage, auf deren Riesenwelle sich mit einem Surfbrett reiten lässt.

„Unsere Neubauten führen weitere wegweisende Neuerungen auf See ein. Im Unternehmen sind wirklich alle, nicht nur das Neubauteam, animiert, ihre eigenen kreativen Ideen für unsere Schiffe einzubringen“, sagte eine Reedereisprecherin am Mittwoch auf Nachfrage unserer Zeitung. Reedereichef Richard Fain bringe sich selbst oft ein und sei „Kopf vieler Ideen“, so die Sprecherin.

Autoskooter auf See

Demnach hat Fain persönlich gemeinsam mit RCL-Präsident Adam Goldstein und Werftchef Bernard Meyer auch die Autoskooter für die „Sea Plex“-Interaktivfläche ausgesucht. Sie bietet Raum für Sport und Unterhaltung. Abends und nachts kann dort mit Autoskootern gefahren werden – den ersten auf hoher See. Ebenfalls neu ist der Fallschirmsprung-Simulator „Ripcord“. In einer verglasten Kammer werden Personen mit Druckluft in die Höhe getrieben und sollen so das Gefühl eines Fallschirmsprunges erleben.

Charakteristisches äußeres Merkmal der „Quantum of the seas“ wird der „North Star“. In einer Glaskabine, die an einem 40 Meter langen Auslegerarm hängt, werden Passagiere auf eine Höhe von rund 90 Metern gebracht. „Das Bauteil wird uns wie der Flowrider zugeliefert und aufgrund der Höhe erst aufgebaut, wenn sich das Schiff im Werfthafen befindet“, erklärte Werftsprecher Günther Kolbe auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die „Quantum of the seas“ ist das erste Schiff einer Serie von drei baugleichen Ozeanriesen und wird im Oktober an die Reederei abgeliefert. Das baugleiche Schwesterschiff „Anthem of the seas“ wird im Frühjahr 2015 in Dienst gestellt. Das dritte, noch namenlose Schwesterschiff kommt Mitte 2016 in Fahrt.

TEASER-FOTO: