Ein Artikel der Redaktion

Markus Paschke zu Besuch Verein unterstützt Jugendliche in Papenburg

Von Jonas Brinker | 29.07.2016, 16:40 Uhr

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Markus Paschke betonte bei einem Besuch beim Papenburger Verein zur Förderung aufsuchender kirchlicher Jugendarbeit (AuKiJu), wie wichtig frühe Hilfe für Jugendliche ist. Zusammen mit Vertretern des Vereins diskutierte der Politiker über Themen der Jugendförderung und -unterstützung.

Seit gut drei Jahren unterstützt der AuKiJu Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien, die Hilfe bei der Lösung ihrer Probleme brauchen. Der Verein hilft bei der Arbeitssuche, unterstützt durch Vermittlung von Nachhilfe oder gibt Lösungen bei schulischen, finanziellen oder privaten Problemen. Die Klienten des Vereins sind meist Schulschwänzer, Ausbildungsabbrecher oder Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien. Der AuKiJu ist ein gemeinsamer Verein der katholischen Kirchengemeinde St. Josef und St. Antonius, sowie der evangelischen-lutherischen Kirchengemeinden in Papenburg und Aschendorf.

Mit Eltern und Kindern im Gespräch sein, bevor Probleme auftreten

Für Markus Paschke leistet der Verein wichtige Arbeit. Der Bundestagsabgeordnete für das nördliche Emsland nutzt die palamentarische Sommerpause, um an verschiedenen Orten in seinem Wahlkreis mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und sich „intensiv mit einem Thema zu beschäftigen“, so der SPD-Politiker. Für dieses Jahr stehen seine Diskussionen unter dem Schwerpunkt der Jugend. Deutschland und auch das Emsland könnten es sich nicht erlauben, „Jugendliche als Verlierer zurückzulassen“, meint Paschke. Er appelliert dafür, möglichst früh mit Jugendlichen in Kontakt zu treten, die unter Umständen auf die schiefe Bahn abgleiten könnten.

Genau hier setzt der AuKiJu unter dem Vorsitz von Johannes Treblin an. Der rund 50 Mitglieder starke Verein versucht schon bevor Probleme auftreten, mit Eltern und Kindern ins Gespräch zu kommen. „Wir wollen Kindern und Jugendlichen helfen, die gerade ein Erlebnis des Scheiterns gehabt haben“, so Treblin. Dass diese Hilfe nicht immer ganz einfach zu organisieren ist, kritisiert der Verein deutlich. Gerade die bürokratischen Hürden, beispielsweise bei Anträgen zur Lernförderung, seien viel zu hoch. „Man verbringt viele Stunden damit, Anträge auszufüllen“, kritisiert Treblin. Auch die aktuelle Flüchtlingskrise und die daraus resultierenden Folgen sprachen die Vertreter des Vereins an. So müssen Schulen Flüchtlingskinder abweisen, weil diese zu alt für die Schule seien. Zuständig wäre die Berufsbildende Schule, die aber keine ausreichenden Kapazitäten besitzt. Paschke fordert in diesem Zusammenhang das Land Niedersachsen und den Kreis Emsland auf, Schulplätze für ältere Flüchtlingskinder zu schaffen.

Verschiedene Themen diskutiert

Weitere Themen, die diskutiert wurden, waren die Ausbildungs- und Studienförderung sowie Verstöße gegen das Mindestlohngesetz. Paschke zufolge sind es „kriminelle Betrüger“, die ihre Angestellten nicht mit dem Mindestlohn bezahlen: „Ich bin nicht bereit, so etwas zu akzeptieren.“ Ebenfalls ein wichtiger Punkt des AuKiJus ist der Bereich der Familienfreizeiten. Hier ermöglicht der Verein durch Spenden und Fördergeld einkommensschwachen Familien einen Urlaub oder eine Familienfreizeit.