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Kreisel am Hauptkanal kommt Straßenbaustellen in Papenburg in den Sommerferien 2016

Von Gerd Schade | 30.12.2015, 20:28 Uhr

Der Kreisverkehr am Hauptkanal zwischen Russellstraße und Hermann-Lange-Straße, die Rechtsabbiegespur „Am Stadtpark“ bis zur Ecke Friederikenstraße und den Ausbau der Umländerwiek links zwischen Splitting-Kreisel und der Straße „Zwischen den Wieken“ zählen für Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) zu den größten Straßenausbauprojekten der Fehnstadt im kommenden Jahr.

Der Kreisel am Hauptkanal und die Umländerwiek sollen in den Sommerferien in Angriff genommen werden, sagte Bechtluft in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Der Ausbau der Umländerwiek ist Teil des städtischen Struktur- und Entwicklungskonzeptes für das Obenende. Die Stadt hatte die ursprünglich für dieses Jahr vorgesehenen Arbeiten nach einer Anliegerversammlung verschoben. Grund waren befürchtete Einbußen der Obenender Einzelhändler im Weihnachtsgeschäft. Die Kosten für den Ausbau sind mit rund 440000 Euro veranschlagt.

 Überlegungen, den Busparkplatz der Michaelschule an den Splitting zu verlegen, seien indes verworfen worden. „Der Busparkplatz bleibt, wo er ist. Alles andere würde nicht nur Kosten, sondern auch Chaos verursachen“, sagt Bechtluft.

Durch einen ovalförmigen Kreisverkehrsplatz im Zuge des Hauptkanals soll die Situation im Bereich Hermann-Lange-Straße und Russellstraße entschärft werden. Hier rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von rund 330000 Euro. 70 Prozent der Summe können aus einem Förderprogramm des Landes Niedersachsen finanziert werden. Die Bauzeit ist mit zwei bis vier Monaten veranschlagt. Bechtluft zufolge spricht viel dafür, die Arbeiten in den großen Ferien zu machen, weil die Verkehrslage dann weniger angespannt sei.

An der Ecke Friederikenstraße/Am Stadtpark errichtet die Bertelmann und Thieke Vermögensverwaltung GmbH derzeit einen Gebäudekomplex mit Wohn- und Gewerbeflächen. Ein Teil des Grundstücks ist an die Stadt übertragen worden, damit dort eine Rechtsabbiegespur in die Friederikenstraße gebaut werden kann. Sie soll den Verkehrsfluss in dem Bereich fördern, in dem sich die Autos zu Stoßzeiten bis in den Kreisel bei der Post und darüber hinaus stauen.

Begleiten wird die Projekte der neue Stadtbaurat Jürgen Rautenberg. „Das ist eine ganz wichtige Personalie“, sagt Bechtluft. Rautenberg, bislang städtischer Baudirektor in Ratingen am Niederrhein, tritt seinen Posten zum 1. Februar 2016 an. Der bisherige Stadtbaurat Dirk Landeck scheidet nach fast 30 Jahren im Dienst der Stadt aus gesundheitlichen Gründen zum Jahresende 2015 aus.

Nach dem Finanzdesaster der Landesgartenschau im vergangenen Jahr wird es für künftige Großprojekte wie den Neubau des Bauhofes und die Grundsanierung der Seeschleuse künftig ein Projektcontrolling in Form einer baubegleitenden Kommission geben. Sie soll kurz nach Rautenbergs Dienstantritt erstmals zusammenkommen.