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Kommentar Neues Gutachten für Papenburger Schwimmbad: Konzept gefragt

Meinung – Gerd Schade | 28.12.2015, 19:41 Uhr

In der Diskussion um die Zukunft des sanierungsbedürftigen Hallenbades in Papenburg wird die Stadt ein externes Gutachten einholen. Gefragt ist vor allem ein langfristiges Konzept.

Papenburg ohne Bäder? Das kann sich niemand in der Fehnstadt wünschen. Dass ein solch düsteres Szenario aber gar nicht so abwegig ist, zeigen genügend Beispiele aus Städten vergleichbarer Größe. Dort liegt die Schwimmausbildung durch Schulen und Vereine buchstäblich auf dem Trockenen. Fatal.

Umso wichtiger ist es, jede Möglichkeit zu nutzen, den Bäderbetrieb in Papenburg aufrechtzuerhalten. Dabei kann es angesichts klammer Kassen nicht um mehr als ein funktionales Bad gehen. Aber eben auch nicht um weniger. Ein millionenschwerer Neubau erscheint derzeit unrealistisch. Gar von einem Spaßbad träumen indes nur Fantasten. Allein ein neues Sportbad mit einem Becken wie im Hallenbad dürfte mehr als 10 Millionen Euro kosten.

Was Papenburg in jedem Fall braucht, ist ein langfristiges Konzept für die Bäder in der Stadt. Das externe Gutachten ist da ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Betreibergesellschaft steht seit der Übereignung vor zehn Jahren immer wieder in der Kritik. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es ohne sie wohl schon lange kein Bad mehr in Papenburg geben würde.