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Kommentar Gefahren bei Feuerwerkskörpern: Klar wie Schwarzpulver

Meinung – Maike Plaggenborg | 29.12.2015, 21:08 Uhr

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist am Dienstag, 29. Dezember 2015, gestartet. Die Menschen kaufen nicht in rauen Mengen – das ist löblich. Und die Menschen bauen ihre Böller zum Teil selbst: Das ist dumm, aber für einige anscheinend klar wie Schießpulver.

Es ist überaus erfreulich, dass es in Papenburg anscheinend nur noch selten das Waschkorb-Ausmaß haben muss, wenn es um den Verkauf von Feuerwerkskörpern geht. Ebenso die Tatsache, dass diese Artikel inzwischen offenbar weniger aufdringlich angepriesen werden.

Wenn es glitzert, zischt und sprüht – in Maßen selbstredend – lässt sich das getrost als brauchbaren Genuss bezeichnen. Nervig aber ist es, wenn es knallt und man vor dem lauten Spaß Vereinzelter zur Seite springen muss, weil die Böller von Knallfrosch bis Kanonenschlag unkontrolliert im Gelände abgefeuert werden. Immer wieder wird es diese Unverbesserlichen geben, die die Tage rund um Silvester nutzen, um ihre eigenen Schmerzgrenzen im Umgang mit den Krachern auszuloten – sehr zum Leidwesen derjenigen, die das bereits hinter sich haben. Und dann gibt es noch diejenigen, die es niemals lernen. Für diese Gruppe sind die Gefahren klar wie Schwarzpulver und die jährlichen Warnungen von Polizei und Feuerwehr verpuffen, obwohl sie nötig scheinen. Denjenigen, die selbst Hand anlegen und Böller manipulieren, ist wohl tatsächlich nur noch dann zu helfen, wenn Lebensgefahr nach Unfällen mit dem Selbstgebauten droht. Auch diese Fälle gibt es immer wieder. Manche bleiben eben immer uneinsichtig.