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Kommentar Das Geschäft mit den Böllern: Gefährliche Alternativen

Meinung – Mirco Moormann, Mirco Moormann | 28.12.2016, 21:01 Uhr

Es ist verständlich, dass die Menschen aus den benachbarten Niederlanden über die Grenze kommen, um sich mit vergleichsweise günstigem Feuerwerk einzudecken. Immer noch besser, als sich mit illegalen Böllern zu versorgen. Ein Kommentar.

Andersherum wäre es genauso. Würden die strengeren Vorschriften nicht in den Niederlanden, sondern in Deutschland gelten, wären es die Deutschen, die in den Niederlanden einkauften.

Dennoch ist es die vernünftigere Alternative, nach Deutschland zu kommen und legales Feuerwerk zu kaufen, als sich mit illegalen Böllern etwa aus Polen zu versorgen. Denn diese Böller sind alles andere als ein Spaß zum Jahreswechsel – und zurecht in Deutschland nicht zugelassen.

Die Polizei weist schon seit Jahren gebetsmühlenartig auf die lebensgefährliche Sprengkraft der Böller, die ohne das entsprechende CE-Kennzeichen daher kommen, hin. Und doch werden sicherlich auch in diesem Jahr wieder Meldungen über schwere Verletzungen kommen.

Sicherlich ist es auch nicht ungefährlich, das zugelassene Feuerwerk zu zünden. Jeder sollte auf die Hinweise auf den Paketen achten und diese befolgen. Besonders in Kinderhänden haben Böller nichts verloren. Die Gefahr, dass beim zertifizierten Feuerwerk etwas passiert, ist aber deutlich geringer als bei den illegalen, bis zu 40-mal stärkeren Böllern.