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„Klare Linie statt Kehrtwende“ Papenburger Kunstrasen: JU springt CDU zur Seite

14.06.2016, 16:14 Uhr

In der politischen Diskussion um einen Kunstrasenplatz in Papenburg verteidigt die Junge Union (JU) Papenburg die Haltung der CDU.

Sie sieht in dem Verhalten der Christdemokraten keine Kehrtwende, sondern stattdessen eine klare Linie. Entsprechend „irritiert“ zeigt sich die JU über die Berichterstattung unserer Redaktion und den Kommentar von EZ-Redaktionsleiter Gerd Schade zu dem Thema. Die CDU hatte sich in einer Sitzung des Sportaussschusses im Dezember 2015 angesichts der finanziell angespannten Lage der Stadt zunächst gegen einen Kunstrasenplatz ausgesprochen. Im April dann sprach sie sich für den Bau eines solchen Platzes aus.

Die JU sieht in diesem Verhalten keine Kehrtwende, sondern eine klare Linie. JU-Vorstandsmitglied Vanessa Sebers erklärt in einer Pressemitteilung, dass es „doch höchst erfreulich“ sei, dass sich die Papenburger Fußballvereine zwischenzeitlich auf einen gemeinsamen Standort (die Schulsportanlage an der Kleiststraße) geeinigt hätten. „Wer hätte das noch vor einem halben Jahr für möglich gehalten?“ Das Ziel eines konstruktiven Miteinanders der Vereine sei von JU und CDU immer so gewollt worden. Das sei erreicht. Die Notwendigkeit eines Kunstrasenplatzes sei nie versagt worden.

Aus Sicht der JU hätte gerade ein Beschluss im Sportausschuss im Dezember 2015 zur Einrichtung einer politischen Arbeitsgruppe die Schaffung eines Kunstrasenplatzes selbst erheblich verzögert. „Jeder weiß doch, dass gerade die Vereine selbst am besten beurteilen können, wo und wie ein solcher Platz angelegt werden sollte. Da musste sich die Politik mit einer weiteren überflüssigen Arbeitsgruppe überhaupt nicht einmischen“, so Sebers. Sie ergänzt, dass bislang keine Planungszeit „verplempert worden ist“. Im Gegenteil, durch die Übereinkunft der Vereine ergäben sich gänzlich neue Fragen hinsichtlich der Finanzierung und Förderung, die erst jetzt von der Verwaltung beantwortet werden können. Insofern sei die Haltung der CDU immer klar und nachvollziehbar gewesen, so Sebers.

(Weiterlesen: Keine neue Standortdebatte für Kunstrasen in Papenburg).

Zugleich erinnert die JU daran, dass es in dem Dezember-Sportausschuss um den Antrag eines einzigen Vereins, dem TuS Aschendorf, gegangen sei, den Platz hinter der Tribüne im Otto-Dölle-Stadion in Aschendorf in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Das sei zu Recht so verworfen worden.

„Ebenso scheinen andere Fraktionen im Rat die hohen Kosten der Stadt für einen einzigen Platz bei allen Überlegungen immer völlig außer Acht zu lassen – wie auch bei so vielen anderen politischen Projekten. Das sei reinstes Wahlkampfgetöse“, heißt es in der Presseerklärung abschließend.

(Weiterlesen: TV Papenburg lehnt Kunstrasen an der Kleiststraße ab)