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In Werkstatt vom Kolping Flüchtlinge in Papenburg lernen Reparatur von Fahrrädern

Von PM. | 09.12.2015, 14:33 Uhr

In der Fahrradwerkstatt des Kolpings in Papenburg lernen Flüchtlinge mit der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer, Mitarbeitern der Firma Radwelt Emsland in Papenburg und Mitarbeitern der Fahrradwerkstatt des Jugendgästehauses in Papenburg, wie man Fahrräder repariert.

„Wir möchten den Flüchtlingen eine Hilfe zur Selbsthilfe geben“, sagte Heiner Dreier, Betriebsleiter der Kolping Werkstätten in Papenburg. „Sie lernen von ehrenamtlichen Helfern kleinere Reparaturen, zum Beispiel einen Reifen flicken oder eine neue Fahrradkette anbringen. So können sie ihre Fahrräder selbstständig wieder reparieren, wenn kleine Reparaturen notwendig sind.“ Marina Niesmann, Mitarbeiterin in der Integrationsberatung und der Kooperativen Migrationsarbeit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Emsland, sagt, dass dieser Kurs ist aus der Arbeitsgemeinschaft Mobilität der Stadt Papenburg und des DRK Emsland entstanden sei. „Am 2. Dezember fand der Kurs das erste Mal statt. Wenn weiterhin Interesse an dem Kurs besteht, wird er regelmäßig stattfinden. So hat jeder Interessent die Möglichkeit.“

Radwelt stellt Mitarbeiter für Kurse frei

Die Firma Radwelt Emsland aus Papenburg stellt für die Kurse Mitarbeiter frei, sodass sie dort unterstützen können. Nach Angaben von Thomas Hermes und Julian Schnieders von Firma Radwelt Emsland würde eine Checkliste mit Punkten entwickelt werden, auf die bei den Reparaturen unbedingt geachtet werden müsse. „Das Wichtigste ist, dass die Fahrräder verkehrssicher sind. Die entsprechenden Reparaturen dafür werden zuerst berücksichtigt.“ Auch Gerd Müßing, Polizist und Sprecher des Arbeitskreises Mobilität, betont: „Die Verkehrssicherheit spielt eine bedeutende Rolle, besonders im Winter. Wir geben nur verkehrssichere Fahrräder frei.“

Flüchtlinge bekommen die Fahrräder

Dreier sagt weiter, dass die verkehrssicheren Fahrräder dann an Flüchtlinge verschenkt würden. „Sie bekommen vorher ein Dokument, auf dem ihr Wohnort steht. So können die Fahrräder zuerst an Menschen gegeben werden, die nicht zentral wohnen.“ Wenn eigenständig Fahrräder verschenkt würden, müsse unbedingt darauf geachtet werden, dass diese verkehrssicher sind, so Dreier. „Darauf möchten wir die Öffentlichkeit dringend hinweisen.“

Interessierte können sich melden

Fadi Al Turkmani aus Syrien gefällt der Kurs in der Fahrradwerkstatt gut. Er würde sich freuen, wenn der Kurs öfter stattfindet und er weitere Erfahrungen mit Reparaturen an Fahrrädern sammeln kann. Denn er könnte sich vorstellen, später in dem Beruf zu arbeiten. „Wir suchen weitere Freiwillige, die ehrenamtlich Fahrräder reparieren und ihr Wissen weitergeben möchten“, sagte Niesmann. Interessierte könnten sich beim DRK Emsland unter der Telefonnummer 04961/91232025 melden.