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Im neuen Baugebiet Papenburg: Emsland-Schau wieder mit Musterhäusern

Von Klaus Dieckmann | 17.09.2011, 08:34 Uhr

Die Stadt Papenburg setzt als Ausrichter der Emsland-Schau 2013 erneut auf die Präsentation von Musterhäusern als Zuschauermagnet. Das kündigte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses an und schlug vor, die Wirtschaftsmesse im Stadtteil Obenende auszurichten. Eine Entscheidung der politischen Gremien steht allerdings noch aus.

In der weiteren Erschließung von Flächen hinter der Umländerwiek entlang des Spillmannswegs in Richtung der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte eröffnet sich nach Darstellung von Bechtluft ein rund vier Hektar großes Siedlungsareal, das für die Emsland-Schau geeignet sei. Parkplätze für die Besucher könnten auf einer angrenzenden Freifläche vorgehalten werden.

Nach Ansicht des Papenburger Bürgermeisters ist die Verbindung der Emsland-Schau mit einer Musterhaus-Präsentation stets Garant für einen guten Besucherzuspruch der Wirtschaftsmessen in der Kanalstadt gewesen. Auf dieses Zugpferd wolle die Stadt denn auch in zwei Jahren setzen.

Ökologisches Bauen

Zur Sprache gekommen waren die Überlegungen des Bürgermeisters in Zusammenhang mit Planungen zur Erweiterung des Wohngebiets am Spillmannsweg. Für den Siedlungsbereich hatte die Stadt im Rahmen eines Modellprojekts eine ökologische Bauweise der Häuser vorgeschrieben. Von 42 Bauplätzen sind inzwischen 32 vergeben, für sieben weitere liegen Interessenbekundungen vor.

Inwieweit auch für das Erweiterungsareal, das gut 40 Grundstücke umfasst, gleichfalls Vorschriften für ein „ökologisches Bauen“ gelten sollen, ist politisch umstritten. Während sich parteiübergreifend mehrere Mandatsträger für einen straffen Vorgabenkatalog aussprachen, empfahlen andere, die Messlatte nicht zu hoch aufzulegen, sondern vielmehr den Bauherren Gestaltungsspielraum zu eröffnen.

Mehrheitlich votierte der Ausschuss für die Aufstellung des Bebauungsplans „Wohngebiet südlich Spillmannsweg, Teil 2“ ohne detaillierte Richtlinien. Vorbehalten wurde sich aber für den weiteren Entscheidungsprozess, ökologische Aspekte in Anlehnung an die benachbarte Modellsiedlung einzufordern. Gesetzt wurde ferner auf private Initiativen. Allein schon über die Gestaltung der Musterhäuser zur Emsland-Schau, so hieß es, könnte ein Vorbildcharakter für die weitere Ausgestaltung des Wohngebiets geschaffen werden.